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María de Buenos Aires
»María unser von Buenos Aires ...
vergessen bist du unter allen Frauen.«
Astor Piazzollas »Tango-Operita« erzählt eine Geschichte aus einzelnen Bildern – wie eine gute Milonga, eine Tango-Tanzveranstaltung, die einen Abend lang von Einsamkeiten, Sehnsüchten, Lieben und Schmerzen der Menschen berichtet, assoziativ, ergreifend und bewegend. Es ist die Geschichte der María, die aus der Vorstadt ins Zentrum der Stadt Buenos Aires gelangt, Höhen und Tiefen eines Lebens als Tango-Sängerin durchlebt und schließlich nach ihrem Tod als Geist zu einer merkwürdigen zweiten Existenz gelangt, bis sie auf wundersame Weise mit der Muttergottes und Stadtheiligen identifiziert, erhöht und aufs Neue erniedrigt wird – eine Geschichte von zyklischer Entwicklung, unentrinnbarem Schicksal und der Kunst, im Ausdruck der Traurigkeit ungeahnte Schönheit entstehen zu lassen.

Der Tango hatte es von Anfang an mit Situationen des Übergangs, der Spannung aus Nähe und Distanz zu tun – Schwebezuständen einer eigenen Art. Entstanden in der vielfältigen Einwanderungsgesellschaft im Argentinien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, spielten afrikanische Elemente für seine Etablierung ebenso eine Rolle wie europäische und solche anderer lateinamerikanischer Regionen. Anerkennung in den gehobenen Kreisen von Buenos Aires fand er erst als europäischer Reimport, als er kurz vor dem Ersten Weltkrieg zum erfolgreichen Modetanz in Paris geworden war und von dort wieder zurück in die argentinische Hauptstadt ausstrahlte. Mit Astor Piazzolla begann die neue Spielart des Tango Nuevo, der in dieser Tango-Operita einen Höhepunkt erreichte.

Bis heute ist der Erfolg des Tangos in der Welt ungebrochen, wie eigene Tango-Traditionen etwa in Finnland, Japan, Russland oder der Türkei zeigen. Auch Lübeck und die Metropolregion Hamburg kennen eine lebendige Tango-Szene, in der verschiedenste Spielarten des Tanzes vom traditionellen Paartanz mit klarer Rollenverteilung bis hin zu Neuinterpretationen von Führen und Folgen, so zum Beispiel dem Queer-Tango, gepflegt werden – ein gutes Umfeld für eine Aufführung dieses einzigartigen Musiktheaterstückes.

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Foto © Jochen Quast


Premiere
25/08/19

Großes Haus
Die nächsten Termine
Sa
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19.30 Uhr
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So
27/10/19
16.00 Uhr
Großes Haus

Fr
08/11/19
19.30 Uhr
Großes Haus

Dauer ca. 1 Stunde, 30 Minuten (keine Pause)

Musikalische Leitung Takahiro Nagasaki
Inszenierung Rainer Vierlinger
Ausstattung Vibeke Andersen
Choreographie Andrés Sautel
Licht Falk Hampel
Sprechchor Jan-Michael Krüger
Dramaturgie Christian Münch-Cordellier