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Hüsch - Wir seh'n uns wieder
»Frieden fängt beim Frühstück an.«
Schorndorf, tiefste schwäbische Provinz, Mitte der 80er-Jahre, im Club Manufaktur – eine Hausnummer in Sachen Jazz, Theater und Kleinkunst im Süddeutschen: Der junge Andreas Hutzel sitzt dichtgedrängt mit vielleicht zweihundert anderen im Dunkel des Saals. Ein Lichtkegel auf der Bühne beleuchtet die legendäre Philicorda-Orgel. Dann betritt Hanns Dieter Hüsch die Bühne, setzt sich, sagt, das Programm heiße nicht »Bleib doch zum Frühstück« und führt Hutzel in seine Welt: »Philosophische Exkurse, denen die wenigsten folgen konnten – allenfalls assoziativ –, Melancholie und dieser Humor, der immer an unsere Endlichkeit gemahnt und uns genau darüber lachen lässt. Diese Faszination von damals hat mich nicht losgelassen, bis heute«, so der bekennende Hüsch-Fan Andreas Hutzel. Gemeinsam mit dem Komponisten Willy Daum, der auch für den unverfälschten Philicorda-Sound steht, bringt er Texte und Chansons dieses großartigen »Wort- und Tonkünstlers« auf die Bühne. »Literarischer Entertainer«, »Philosophischer Clown«, »Sprachjongleur«, »Poet unter den Kabarettisten« oder der »Don Quijote vom Niederrhein« – die Lobgesänge auf diesen wandlungsfähigen Künstler und Meister seines Fachs sind vielfältig. Doch wenige wissen, dass Hanns Dieter Hüsch nicht nur ein Mann des Worts, sondern auch ein großartiger Musiker war. Am Klavier oder später auf der berühmten Philicorda-Orgel überraschte er sein Publikum mit originellen Jazz-Sounds. In dem Buch »Hanns Dieter Hüsch hat jetzt zugegeben« berichtet er, wie er schon als Jugendlicher lernte, »dass Musik in der Lage ist, noch mehr als die Sprache, alle Träume und Sehnsüchte auszudrücken«. Vorbilder für ihn waren Orff, Tschaikowski, Rimski-Korsakow, Hindemith, Schönberg oder Jazz-Opern wie »Johnny spielt auf«. Und die Charaktereigenschaften des Jazz leben auch in seinen Texten: Freie Rhythmik und spontane Interaktion mit dem Publikum verleihen seinen Texten die unverwechselbare Lebendigkeit und den charakteristischen Groove à la Hüsch.


Foto © Thorsten Wulff


Premiere
10/09/17

Junges Studio
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Dauer ca. 1 Stunde, 55 Minuten (eine Pause)

Von und mit Andreas Hutzel, Willy Daum