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Orpheus steigt herab
»Wir sind alle zu Einzelhaft verurteilt, in unserer eigenen Haut!«
Eine Kleinstadt im Süden Amerikas: Mit »Orpheus steigt herab« – legendär auch die Verfilmung »Der Mann mit der Schlangenhaut« mit Marlon Brando in der Hauptrolle – verweist Tennessee Williams nicht nur auf den berühmten Sänger der griechischen Mythologie, der vergeblich in die Unterwelt hinabsteigt, um seine Geliebte aus dem Totenreich zum Leben zurückzuführen, sondern überträgt die Geschehnisse auf einen US-amerikanischen Mikrokosmos. Der Regisseur Sebastian Schug, der u. a. bereits am Staatstheater Kassel, am Schauspiel Hannover, am Nationaltheater Mannheim und am Schauspielhaus Wien arbeitete, zeigt uns in seiner Inszenierung den »Kampf der Engel«, den Kampf um Gut und Böse und die Sehnsucht der Figuren nach einem anderen Leben – in einer Gesellschaft, die geprägt ist von unterschwelligen Rassismen, Grausamkeiten und Scheinheiligkeit. Das Leben der Bewohner einer ruhigen und wohlgeordneten Südstaaten-Kleinstadt geht seinen Gang. Es ist geprägt von Klatsch und Tratsch, von alltäglichen Sticheleien, Bösartigkeiten und wohldosiert eingesetzter Heuchelei. Umschlagplatz von Neuigkeiten und Zentrum der Stadt ist der Gemischtwarenladen mit angeschlossener Konditorei von Lady Torrance, die den Laden zusammen mit ihrem todkranken und zynischen Mann Jabe betreibt. In diese scheinbar »heile Welt« bricht ein geheimnisvoller, verführerischer Fremder ein – der vagabundierende Musiker Val Xavier –, der die gewohnten Beziehungen durcheinanderwirbelt und verdrängte Sehnsüchte erweckt. Lady Torrance bietet ihm Arbeit und Quartier und bringt dadurch das gesellschaftliche Gefüge ins Wanken. Lady Torrance und Val kommen sich näher, eine gemeinsame Zukunftsvision scheint denkbar. Doch um sie herum braut sich der Missmut der Stadt zusammen: Die Bürger und Ordnungshüter der Stadt rotten sich zusammen – die Hexenjagd beginnt …


Foto © Falk von Traubenberg


Premiere
03/02/17

Kammerspiele
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Sa
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Fr
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Kammerspiele

Dauer ca. 3 Stunden, 15 Minuten (eine Pause)

Inszenierung Sebastian Schug
Bühne Christian Kiehl
Kostüme Nicole Zielke
Musik Johannes Winde
Dramaturgie Katrin Aissen