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Die bitteren Tränen der Petra von Kant
»Ich kann doch nichts dafür, daß ich dich liebe!«
Petra von Kant steht am Zenit. Die Modeschöpferin ist reich, erfolgreich – und einsam. Obwohl sie noch jung ist, scheint ihr Ruhm auf dem Erfolg vergangener Tage zu fußen. Nach der Scheidung von ihrem Mann lebt sie allein in einer luxuriösen Wohnung, in der ihr meist nur ihre Dienerin Marlene als Gesellschaft bleibt. Aber die undurchsichtige Angestellte spricht nicht und scheint ihre lethargische Herrin mit Verachtung abzustrafen. Eines Tages wendet sich für Petra von Kant das Blatt, als das Fotomodell Karin Timm in ihr Leben tritt. Eine heiße Liebesaffäre beginnt. Doch bald schon wandelt sich die Beziehung zu einem Machtkampf der beiden Frauen: Aus Liebe wird Obsession, aus Zärtlichkeit Besitzanspruch.

Das Theater Lübeck setzt seine Auseinandersetzung mit dem Werk des genialischen Rainer Werner Fassbinder fort. In seinem Theaterstück reflektiert er das explosive Spannungsfeld aus Sexualität, Liebe und Macht innerhalb seines eigenen Ensembles und schuf eines der berührendsten Beziehungsdramen der jüngeren Literaturgeschichte. Die junge Regisseurin Lucia Bihler, die u. a. am DT Göttingen, Schauspielhaus Wien und am Maxim Gorki Theater Berlin inszenierte, stellt sich nun dem Lübecker Publikum vor und übernimmt die Regie des Dramas einer modernen Geschäftsfrau, deren wirtschaftlicher Erfolg doch die eigene innere Leere nicht zu füllen vermag.


Foto © Falk von Traubenberg


Wiederaufnahme
18/09/16

Kammerspiele
Die Modeschöpferin und das Mannequin: Brutalität des Begehrens

Dauer ca. 1 Stunden, 45 Minuten (keine Pause)

Inszenierung Lucia Bihler
Ausstattung Josa Marx
Musik Jacob Suske
künstlerische Mitarbeit Sonja Laaser
Dramaturgie Anja Sackarendt