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Dogville
»Die Leute sind überall gleich.
Gierig wie die Tiere.«
Die schöne Grace ist auf der Flucht. Ihren Verfolgern knapp entronnen, landet sie in dem kleinen Bergdorf Dogville in den Rocky Mountains. Etwas zögerlich und unter der Bedingung, dass Grace ihnen bei kleineren Arbeiten zur Hand geht, geben die Dorfbewohner ihr Asyl. In dem jungen Tom Edison findet Grace einen engagierten Fürsprecher. Mit unermüdlichem Einsatz und großer Menschlichkeit gelingt es Grace, die Herzen der Bewohner zu erobern. Als jedoch der örtliche Sheriff ein Fahndungsplakat mit Graces Konterfei an die Kirche anschlägt, kippt die Stimmung. Obwohl Grace ihre Unschuld beteuert, ist die Dorfgemeinschaft erst nach massiven Widerständen bereit, Toms Vorschlag anzunehmen: Grace darf bleiben, muss aber nach der Kosten-Nutzen-Rechnung ihre Arbeitszeit drastisch erhöhen. Denn – so der Gedanke – sich gegen die staatlichen Autoritäten zu stellen, erhöhe die Gefahr für die Gemeinde. Ausgehend von der kapitalistischen Idee, dass für jede Leistung – hier die Aufnahme und der Schutz in der Dorfgemeinschaft – eine Gegenleistung erbracht werden muss, wird eine Erhöhung von Graces Arbeitsproduktivität erforderlich – und einer gnadenlosen Ausbeutung und Erniedrigung der »Fremden« wird Tür und Tor geöffnet. Aber Grace hütet ein Geheimnis und nimmt schließlich blutige Rache.

»Genial«, ein »Glanzstück«, »revolutionärer Film«, »das neue Meisterwerk von Lars von Trier«: Als »Dogville« 2003 in die Kinos kam, wurde der Film frenetisch gefeiert. Lars von Trier arbeitete bei »Dogville « mit den Mitteln des epischen Theaters, er bezieht sich dezidiert auf die »Dreigroschenoper « von Bertolt Brecht. Die Idee zum Film hatte der Regisseur, als er im Radio das Lied der Seeräuber- Jenny hörte: »Der rachelustige Refrain ging mir nicht aus dem Kopf, und so wollte ich einen Film über die Rache machen.« Die Regisseurin Clara Weyde, die bereits an Häusern wie dem Staatsschauspiel Dresden oder dem Staatstheater Hannover inszenierte, wird sich in der »nordischen Filmstadt Lübeck« dieses faszinierenden Stoffes annehmen.

Premiere
09/11/18

Kammerspiele
Die nächsten Termine
Fr
09/11/18
20.00 Uhr
Kammerspiele

So
11/11/18
18.30 Uhr
Kammerspiele

Do
13/12/18
20.00 Uhr
Kammerspiele

Inszenierung Clara Weyde
Bühne Eylien König
Kostüme Julia Schiller
Musik Thomas Leboeg
Dramaturgie Katrin Aissen