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Alice

»Regisseur Malte C. Lachmann gelingt es ausgezeichnet, sowohl den skurrilen Humor von Lewis Carroll als auch den philosophischen Hintergrund der beiden ›Alice‹ -Bücher auf die Bühne zu bringen. [...] Lachmann schafft es, Lächerliches, Lachhaftes, Spaß und Ernsthaftigkeit zu einer Einheit zu verschmelzen, und das macht diesen Theaterabend so wunderbar. Der Abend wird aber auch getragen von der Musik von Tom Waits. Sie ist ungemein vielfältig und reicht von jazzigen Stücken bis hin zu an Kurt Weill erinnernde Balladen. Die groß aufspielende Band um Willy Daum präsentiert diese komplexen Arrangements ganz fabelhaft, Tom Waits‘ Kompositionen erwachen zum Leben. Besetzt ist dieses fantastische Spektakel komplett aus dem Schauspielensemble des Lübecker Theaters. Alle Darsteller spielten und sangen mit einer Leidenschaft, die man in dieser Form selten erleben kann. ›Alice‹ war offenbar eine Herzensangelegenheit für die sieben Schauspielerinnen und Schauspieler, die es schafften, ihre Begeisterung für das Stück auf das Publikum zu übertragen. Allen voran Astrid Färber, die in ihrem Blümchenkleid tatsächlich wie ein kleines Mädchen wirkte und die Zerrissenheit der Titelfigur überzeugend darstellte. Sie sang ausgezeichnet, für ihre Songs gab es immer wieder Szenenapplaus. Andreas Hutzel als Lewis Carroll, weißer Ritter und herrlich hoppelndes Kaninchen bot ebenfalls eine starke Leistung. Bei der man sich fragte, ob er stimmlich den rauen, an Tom Waits erinnernden Gesangsstil durchhalten würde. Er schaffte es mit Bravour. [...] Susanne Höhne war unter anderem als Köchin, blutrünstige Königin und als Schachfigur zu erleben - auch sie hatte starke Auftritte. Lilly Gropper blieb als hervorragend singende Lilie in Erinnerung, Will Workman beeindruckte als silberner Fisch und Ei-Popanz Humpty Dumpty ebenso wie als Part des Zwillingsduos Tweedledee/Tweedledum, das er gemeinsam mit Heiner Kock verkörperte und das Publikum zu Lachsalven veranlasste. Kock war als Schachkönig eindrucksvoll, vor allem brillierte er als Fliegen fangender Frosch. Henning Sembritzki hatte einen hinreißenden Auftritt als strickendes Schaf, seine stimmlichen Qualitäten sind bekannt. Insgesamt ein gelungener Ausflug in das Reich der Fantasie, mit ungeheurem Einfallsreichtum inszeniert und ausgestattet, ein wahres Fest für Augen und Ohren. Und für den Verstand, denn dieses Stück hat Tiefgang.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Sechs der insgesamt sieben Darsteller schlüpfen in 37 Charaktere und grandiose Kostüme. [...] Darf man auch lachen? Aber ja! Das erigierende Objektiv des Fotografen Dodgson ist zum Brüllen, die Flamingos, die zu Krocketschlägern degradiert sind, das Schaf, das sich selbst strickt. Im Orchestergraben wird dazu gezaubert. Sechs Musiker spielen auf zwölf Instrumenten die pointierten Arrangements des musikalischen Leiters Willy Daum. Und auf der Bühne präsentiert das Personal Typisches für das Lübecker Schauspiel, nämlich hervorragenden Gesang.[...] Zu sehen ist eine grandiose Inszenierung.«

(shz)

 

 

 

»Überhaupt sieht man die schönsten schrägen Gestalten, von Kostümbildnerin Tanja Liebermann fantasievoll eingekleidet. [...] Die Herzogin (Susanne Höhne) mit ihrer ›Kopf ab!‹ -Parole zeigt sich im erotischen Latex-Look. Henning Sembritzki ist eine fett glitzernde Raupe und ein großartiges, sich selbst strickendes Schaf, Will Workman ein hübsch ausgestopfter und zwischen Hochnäsigkeit und Unsicherheit changierender Humpty Dumpty. Und Tweedledee (Heiner Kock) und Tweedledum (Will Workman) ein herzallerliebst gestreiftes Paar, das in seiner Beschreibung der Unschlüssigkeit der Welt auch mal Beckett'sche Dimension erreicht. [...] Eine feine Feier von Fantasie und Nonsens, garniert mit Comic und Kabuki, schön choreografiert von Tiago Manquino und getragen vom Ensemble.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Astrid Färber ist eine wunderbare Alice, die trotz allem ihre Kindlichkeit bewahrt hat und mit großen Augen sich der Situation hingibt oder sie ablehnt. [...] Lilly Gropper verkörpert die unterschiedlichsten Rollen großartig; ebenso Susanne Höhne [...]. Wieder großartig Will Workman und Heiner Kock. Henning Sembritzki hat die Grinsekatze verinnerlicht und begeistert als strickendes Schaf. [...] Die sechs Leute der Band beeindruckten.[...] Luisa Wandschneider für die Bühne, unerhört einfallsreich Tanja Liebermann mit ihren Kostümen [...]. Ganz toll die Bühnenbildzeichnungen von Lasse Wandschneider. Willy Daum ist einmal mehr für die musikalische Leitung und Arrangements unverzichtbar. Eine Vorstellung zum Lachen und Weinen, bei der man die Tiefgründigkeit des Stückes nicht außer Acht lassen darf.«

(Unser Lübeck)