Home    Termine    Spielzeit    Ensemble    Theaterpädagogik    Service    Kartenkauf online    Extras
María de Buenos Aires

»Ausgerechnet mit der Tango-Oper ›María de Buenos Aires‹ die Saison am Theater Lübeck zu eröffnen, ist gewagt. [...] Trotz der Bedenken wurde die Eröffnungspremiere [...] ein Erfolg. [...] Regisseur Rainer Vierlinger setzt in seiner Inszenierung auf die Macht der Bilder, die Macht großartiger Bilder. [...] die Geschichte der María [bleibt] nebulös. Aber auch mystisch, denn diese zweite Ebene der Existenz der handelnden Personen schwingt immer mit. Für einen nüchtern-norddeutschen Betrachter ist dieses Spiel [...] nicht einfach zu verstehen. Aber eben dieses Spiel macht den Reiz dieser Oper aus. Regisseur Rainer Vierlinger führt sein Personal [...] geschickt auf der Bühne des Großen Hauses. Es gelingt ihm sogar, den kammerspielartigen Charakter von ›María de Buenos Aires‹ deutlich zu machen - schon allein das ist eine große Leistung. Vierlinger stehen aber auch Sänger-Schauspieler von Rang zur Verfügung. Daniel Bonilla-Torres ist der weltweit gefragteste Darsteller des unheimlichen Erzählers El Duende [...]. Er spricht großartig, vor allem aber hat er die Präsenz, die dieser Begleiter der María braucht. María singt Lorena Paz Nieto hinreißend. Sie hat keine Belcanto-Stimme, ihr dunkel timbrierter Mezzosopran ist für den Tango-Gesang bestens geeignet. Schauspielerisch ist sie in Not und Verzweiflung ebenso überzeugend wie in ihren wenigen glücklichen Momenten. Carlos Moreno Pelizari verkörpert in seinen fünf Rollen als Sänger das männliche Prinzip. Er singt und spielt eindringlich bis zum bitteren Ende der mit einer Tochter niedergekommenen María.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Musikalisch war diese Premiere ein erster Höhepunkt der Spielzeit. Dirigent Takahiro Nagasaki [...] leitete das klein besetzte Orchester sicher, er versah den Klavierpart vorbildlich. Als Gäste beeindruckten Christian Gerber (Bandoneon) und Volker Linde (Gitarre). Die Tangos und Milongas [...] erklangen so, wie man sie auch in Buenos Aires oder Montevideo hören kann. Die großartigen Tänzer Andrés Sautel und Katherine Gorsuch trugen entscheidend zu der überzeugenden Gestaltung der Atmosphäre des Stückes bei. Am Ende gab es langen Applaus [...]. Es lohnt sich, auf diese Reise nach Argentinien zu gehen.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Dem Publikum bereitete die Begegnung mit dem Tango [...] im Großen Haus viel Freude. [...] Sie [Astor Piazolla und sein Texter] liefern bunt gemischte Szenenfolgen; bunt wie das Leben in den Straßen von Buenos Aires. [...] Ein Tanzpaar zeigt, wie im vornehmen Argentinien der Tango hingelegt wird (Katherine Gorsuch, Andrés Sautel). Verbunden werden die 16 Nummern durch die symbolträchtigen Bühnenbilder von Vibeke Andersen. Da wird ein scheinbar formloser Steinklotz zum rot aufleuchtenden Gebäude, wandelt sich ein Großzelt zur Kirche. Im Mittelpunkt steht schließlich ein rotes Herz, dem menschlichen Organ nachgebildet, das später Stangen durchbohren werden. Ein schräg gestellter Steg zieht sich wie der Saturnring um die Herzmitte: Bilder, die die Fantasie anregen [...]. Die Vielfalt der unterschiedlichen Musikstile, die Gesänge, die Tänze, die von vielen Statisten gespielten Nebenhandlungen, die Sprechchöre fügen sich in der einfallsreichen Regie von Rainer Vierlinger zu einem starken, dichten Gesamtkunstwerk, das seine Wirkung nicht verfehlt. [...] Bei der Premiere wurden die Mitwirkenden und das Regieteam lange gefeiert. Allen voran stand die Sängerin Lorena Paz Nieto in der Titelrolle. Ebenbürtig waren Carlos Moreno Pelizari als Sänger, Daniel Bonilla-Torres als souverän geisternder Schatten.«

(HL-live)

 

 

 

»Alles gibt dem Geschehen den Hauch von Surrealem, zumal das Spiel auf der Bühne vielfach gebrochen ist. Ein Sprechchor hilft dabei, auch eine Reihe von Statisten als Frauen, Kinder, Handwerker, Huren, vor allem aber ein Paar, das durch schön anzusehenden, zugleich expressiven Tangotanz eine weitere Bezugsebene öffnet (Katherine Gorsuch und Andrés Sautel). [...] Maria wird zur Hauptsache von Lorena Paz Nieto verkörpert. Die junge Spanierin hat eine sehr farbige Stimme, die Piazollas Vorbilder von Jazz bis Folklore wunderbar einfing. Ihr glaubte man die breite Ausdruckswelt des Tangos. [...] Vor allem mit diesem Song setzte die Sängerin einen musikalischen Glanzpunkt. Auch ihr männlicher Partner Carlos Moreno Pelizari bewies in unzähligen Varianten seine Vielseitigkeit. Stets war er um María herum, förderte oder verdarb sie, meisterte sehr Konträres überzeugend.«

(nmz online)

 

 

 

»Piazzollas Oper ist ein Werk voller Kraft, die durch seine ungemein variable und situationsbezogene Musik erzeugt wird. Sie nachzugestalten gelang den Musikern aus dem Lübecker Philharmonischen Orchester respektabel. Sie wurden von Takahiro Nagasaki, neu in Lübeck als 2. Kapellmeister, temperamentvoll vom Piano aus geleitet. [...] So durften [...] Bandoneon (eindrucksvoll Christian Gerber) und Gitarre (sehr einfühlsam Volker Linde) an wenigen Stellen mit dem Geschehen auf der Bühne Zwiesprache halten.«

(unser Lübeck)