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Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


 

 

 

Standorte/Spielräume

Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck wurde 1897 durch den Verein der Musikfreunde Lübeck gegründet. Neben den Sinfoniekonzerten wirkt das Orchester seit 1908 maßgeblich am Klangprofil des Musiktheaters im damals neu eröffneten Haus an der Beckergrube mit. Dirigenten wie Hermann Abendroth (1905-1911), Wilhelm Furtwängler (1911-1915), Eugen Jochum (1928/29), Christoph von Dohnányi (1957-1963), Gerd Albrecht (1963-1966) oder Bernhard Klee (1966-1973) erwiesen sich als prägend. In der jüngeren und jüngsten Vergangenheit beförderten zum Beispiel Erich Wächter (1989-2001), Roman Brogli-Sacher (2001-2012), Ryusuke Numajiri (2013-2017) und Andreas Wolf (2017-2019 kommissarischer GMD) Entwicklung und Wertschätzung des Orchesters der Hansestadt. Vor 25 Jahren (1994) bezog das Orchester ein neues Konzerthaus: die Musik- und Kongresshalle Lübeck (MUK). Auch im Vergleich mit der Elbphilharmonie in Hamburg 2018 (Brahms' "Ein deutsches Requiem" unter Leitung von Andreas Wolf) wurde die immense Qualität der MUK ersichtlich. Ein Grund zum Feiern bei jedem Konzert in der MUK.

Geschichte ...

Mit Dirigenten wie Hermann Abendroth und Wilhelm Furtwängler haben wichtige Künstler am Klangprofil des Orchesters mitgewirkt. Von 1933 bis 1945 sollten sich Furtwängler und Abendroth andernorts immer wieder mit der nationalsozialistischen Herrschaft arrangieren. Hermann Abendroth war 1934 beim Gewandhausorchester Leipzig Nachfolger von Bruno Walter - Bruno Walter musste emigrieren, Abendroth wurde für "arisch" befunden. 1929 noch hatte er die deutsche Erstaufführung der 1. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch dirigiert. Wilhelm Furtwängler bekleidete in der Nazi-Zeit zeitweise hohe Ämter. Zugleich protestierte er beispielsweise gegen das Aufführungsverbot von Hindemiths Oper "Mathis der Maler".

... und Gegenwart: Verantwortung Zukunft

In Lübeck betrieb man von 1933 bis 1945 ebenso aktiv Vergessen und Vernichtung von Menschen und Werken. Werke wie Paul Abrahams Operette "Ball im Savoy" - auch 2019/20 im Programm - wurden nicht aufgeführt. Alexander Zemlinsky, dessen Oper "Der Kreidekreis" 2020 im 7. Sinfoniekonzert/Oper konzertant auf dem Programm steht, musste 1938 in die USA emigrieren. Mieczys?aw Weinberg, 1919 geboren und mit seinem Violinkonzert g-Moll im Konzertspielplan vertreten, floh 1939 vor dem deutschen Überfall aus Warschau.

Gemeinsam Klangerfahrung machen

Das Philharmonische Orchester ist ein unverzichtbarer, mit Hansestadt und Metropolregion vielfältig verwobener Klangkörper geworden. Musiker*innen und Besucher*innen machen gemeinsam Klang-Erfahrung vor Ort: In der Musikund Kongresshalle, im Theater Lübeck, in den Museen, im Rathaus, in den Kirchen: In Kinderkonzerten, Kammerkonzerten und Klangbilderkonzerten ebenso wie mit den Sinfonie- und Extrakonzerten entwickeln Musiker*innen und Besucher*innen das vielfältige immaterielle Kulturerbe "Musik", den Begriff, den wir Menschen uns davon machen, weiter. Orchesterakademie und Internationales Opernelitestudio ermöglichen, dank der Possehl-Stiftung, intergenerationelles Lernen und enge Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck. Nachhaltig geförderte musikalische Praxis lässt das immaterielle Erbe "Musik" erlebbares öffentliches Gut und entwicklungsfähige Ressource sein - und werden.

Mit Stefan Vladar tritt 2019 ein Dirigent und Pianist das Amt des Generalmusikdirektors an, der mit den Musiker*innen in Theater und MUK bereits gezeigt hat, wie Konzerte bleibende Erfahrungen zeitigen können.

Werke von Mahler, Schostakowitsch, Beethoven, Weinberg, Hindemith und Zemlinksy: Musik, die oft in sozialer Isolation entstand, offiziell verschwiegen oder für machtpolitisch zweckdienlich erklärt wurde. In Freiheit und Vielfalt gemeinsam Klangerfahrungen machen - vor Ort(en): eine Chance nicht nur 2019/20.

 

Orchesterakademie Lübeck
des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck und der Musikhochschule Lübeck

Die Orchesterakademie Lübeck des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck und der Musikhochschule Lübeck (MHL) ist ein bundesweit einmaliges Kooperationsmodell, das ganz auf die Interessen junger Musikerinnen und Musiker ausgerichtet ist. Die neue Orchesterakademie ermöglicht den Akademisten einen optimalen Einstieg in ein Berufsorchester.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.


 

Stefan Vladar
Generalmusikdirektor

Andreas Wolf
1. Kapellmeister
und stv. Generalmusikdirektor

Julia Pabst
Orchestermanagerin
und Persönliche Referentin des GMD

Takahiro Nagasaki
2. Kapellmeister und Solorepetitor

Alexander Winterson
Studienleiter und Kapellmeister

Utako Washio
Solorepetitor*in mit Dirigierverpflichtung

Jan-Michael Krüger
Chordirektor und Kapellmeister

 

 

1. Violinen
Carlos Johnson
Tzu-Jen Chou
Isabel Jiménez Montes
Evelyne Saad
Kayako Bruckmann
Eyglo Dora Davidsdottir
Eva Deak
Joo-Hyun Kang
Franziska Ribbentrop
Irene Stroh
Saeko Takayama
Ricarda Wieck
Katharina Wildhagen


2. Violinen
Daniela Dakaj
Christina Reitemeier-Bruggaier
Antje Kroeger
Jens-Peter Heidemann
Sabine Eitemüller
Lucy Finckh
Dobromiła Hańćka
Marcin Piwkowski
Frauke Pohlmann
Vahram Sardaryan


Violen
Björn Sperling
Elisabeth Fricker
Christian Jonkisch
Vera Dörmann
Christina Eickhoff
Rebecca Jacobmeyer
Franziska Schwarz


Violoncelli
Hans-Christian Schwarz
Yina Tong
Caroline Metzger
Janusz Heinze
Fabian Schultheis
Sigrid Strehler


Kontrabässe
Stanislav Efaev
Dagmar Labusch
Christoph Kaiser
Ein*e Musiker*in

Flöten
Thomas Biermann
Waldo Ceunen
N.N.
Viola Hegge


Oboen
Johannes Brüggemann
Masao Fukuda
Wolfgang Eickmeyer


Klarinetten
Andreas Lipp
Katharina Ruf
N.N.
Klaus Reichwein


Fagotte
Jakob Meyers
Vera Fliegauf
N.N.


Hörner
Emanuel Jean-Petit-Matile
Johannes Borck
Karyn Dobbs
Johannes Wache
Edouard Cambreling


Trompeten
Joachim Pfeiffer
Matthias Krebber
Lukas Paulenz


Posaunen
Laszlo Pete
Holger Bach
Thomas Bender


Tuba
N.N.


Pauken und Schlagzeug
Olaf Kirchhoff
Manuel Rettich
Benjamin Schmidt


Harfe
Johanna Jung

 

Orchesterwarte Andreas Hagen, Stephan Zentner

 
Änderungen, Ergänzungen und Irrtum vorbehalten.

 

 

Stand 04/04/2019
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