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Spielclub 1: Eine Produktion mit Jugendlichen
Der Besuch der alten Dame

»Regie und Darsteller bringen das Kunststück fertig, das Stück in einer Stunde zusammenzufassen, ohne dass man das Gefühl hat, es fehle Wesentliches. Die Parabel wird deutlich, die ›Moral der Geschichte‹ verständlich. Manches deutet der Regisseur in stummem Spiel mit Koffern an, den einzigen Requisiten auf der Szene. Anderes wird chorisch gesprochen oder choreografiert. Geschickt eingesetzte Musik und die Geräusche des ein- oder abfahrenden Zuges tun ein übriges. Trotz aller Striche war eine Menge Text zu lernen. Dann mussten ja auch die Verkleidungen beim Rollenwechsel funktionieren. Sophia Bahr, Meret Jeske, Frederike Lindemann, Victoria Lisowski, Tim Neumann, Simon Paap und Björn Zimmert schafften das überzeugend. Das überwiegend junge Publikum spendete begeisterten Schlussapplaus.«

(HL-live)

 

 

 

»Das, was der Spielclub 1 für Jugendliche vom Theater Lübeck in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat, kann sich wirklich sehen lassen. [...] Gerechtigkeit und Menschlichkeit, Rache und Vergebung, Anstand und Moral liefern sich bis zuletzt eine spannende Auseinandersetzung. [...] man muss das Buch nicht gelesen haben, um der Lübecker Inszenierung von Regisseur Tom-Henry Löwenstrom folgen zu können. Die Handlung ist klar, die Message deutlich. [...] In einer Stunde Spielzeit zeigen die sieben Jugendlichen eine tolle Interpretation des Dürrenmatt-Klassikers. Schauspielerisch großartig gelöst und kreativ in Szene gesetzt, wobei ein Charakteristikum des Stückes besonders hervorgehoben werden muss: Die Rollen und die Darsteller wechseln ständig untereinander [...]. Manchmal erfolgen die Rollenwechsel in Sekundenschnelle hinter der Bühne, teilweise sogar auf der Bühne, manchmal spielen mehrere Darsteller verschiedene Szenen gleichzeitig - synchron zur Hintergrundmusik und mit tollen choreographischen Elementen. [...] Barfuß und in einfachen Klamotten spielen die Darsteller ihre Rollen, einzig die alte Dame, die immer wieder als roter Rache-Engel im Stück aufläuft und sich nach dem Stand der Dinge erkundigt, bringt Farbe auf die Bühne. Ein tolles Spiel der Kontraste - eine sehr überzeugende Interpretation.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Tom-Henry Löwenstrom lässt in seiner ersten Regiearbeit nicht das Stück spielen. Er holte Szenen, Sätze heraus, verteilte sie auf sieben Mitwirkende, auf vier junge Damen und drei Herren. [...] Sie alle werden zu kollektiven Vollstreckern der Gerechtigkeit, wie das Volk sie sieht. [...] Daraus eine 60-Minuten-Collage zu machen, ist schon etwas Besonderes. Das Miteinander, die Auftritte und Umzüge klappen hervorragend. Die Jugendlichen [...] bewähren sich in den unterschiedlichen Rollen [...]. Musik verstärkt an vielen Stellen die Wirkung [...]. Auf jeden Fall entstand eine spannende Szenenfolge mit etlichem Text, den die Jugendlichen zu stemmen haben. Das tun sie in fliegendem Rollenwechsel hervorragend.«

(Lübeckische Blätter)