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Der Freischütz

»Der Alptraum heutiger Überforderung wird durchdekliniert und gerinnt zum Bild. Anstelle der gesprochenen Texte von Kind hört man den Herzschlag der Angst als Hintergrundrauschen zu Videostreifzügen durch einen atmosphärischen Wald. [...] Beim ›Jungfernkranz‹ und dem ›Jägervergnügen‹ geht es dann um die Vereinnahmung der Rezeption durch das deutsche Wohlbefinden. In einem metaphorischen deutschen Biergarten. [...] Zum Finale schwebt der Eremit in der Maske des amtierenden Bundespräsidenten mit dem Grundgesetz in der Hand ein. Mit dieser Bekenntnispointe zum Verfassungspatriotismus wagt sich [Regisseur] Biganzoli an die Gegenwart heran. [...] Imponierend, wie Andreas Wolf [...] einen Sog erzeugt, der auch die Unterbrechungen überbrückt, und wie [...] vor allem Tobias Hächler als Max glänzt.«

(Die deutsche Bühne)

 

 

 

»Regisseur Jochen Biganzoli tritt mit seiner Neuinszenierung am experimentierfreudigen Theater in Lübeck erst einmal einen Schritt zurück und fragt nach dem Kern der Geschichte. Und nach dem Umgang mit dem Werk. Auf beide Fragen findet er mit einem in sich schlüssigen und spannend unterhaltenden Theaterabend souveräne Antworten. [...] Diesen Opernspuk serviert er [Jochen Biganzoli] als Mitmachtheater vom Feinsten. [...] Wenn der Eremit (Minhong An) in der Maske des amtierenden Bundespräsidenten mit dem Grundgesetzt in der Hand vor einem Bundesadler schwebt, dann ist dieses symbolische Bild für Verfassungspatriotismus eine Pointe mit szenischem Witz und von wachsender gesellschaftlicher Relevanz. Musikalisch entfalten das Philharmonische Orchester unter Leitung des Lübecker Interims-GMDs Andreas Wolf und die Protagonisten einen Sog, in den sich die Unterbrechungen und neu geschriebenen Texte organisch einfügen. [...] Aus dem Ensemble ragt Tobias Hächler als Max heraus. Mit seinem jugendlich strahlenden und stets kraftvoll sicherem Tenor, der auch zu lyrischer Wärme fähig ist, spielt er den Bedrängten überzeugend. Maria Fernanda Castillo stattet Agathe mit edler Eloquenz aus [...].Taras Konoshchenko ist ein überzeugend dunkel böser Caspar, Gerard Quinn ein nobler Fürst Ottokar [...]. Mit seinem beherzt entstaubten Freischütz trifft Jochen Biganzoli ins Zentrum aktueller Befindlichkeiten. Die Oper in Lübeck liefert dafür einen exzellenten musikalischen Rahmen.«

(OMM - Online Musik Magazin) 

 

 

 

»›Angst, die jede Hoffnung raubt‹: In riesigen Lettern krönt sie den Showdown, den das wunderbar mutige Theater Lübeck mit Carl Maria von Weber anzettelt. [...] Die biedermeierlich betulichen Dialoge werden durch das sprechende Wummern eines schlagenden Herzens ersetzt, so dass die Musiknummern filmschnittartig gedrängt aufeinanderprallen. Tobias Hächler glänzt als panischer Max [...], dem [er] mit einem imposant baritonal grundierten Heldentenor viel Stimmpotenz verschafft [...]. Nicht nur Caspar (mit Bassschärfe und rollenden Augen: Taras Konoshchenko) setzt ihm zu. [...] Dazu passt bestens, dass Andrea Stadel [Ännchen] die Soubrettenpartie in coole Vokalattacke verwandelt. [...] María Fernanda Castillo [Agathe] zaubert deshalb nicht nur lyrisch, sondern betont sehr gekonnt auch jugendlich-dramatische Züge. [...] Wenn es dann in der Wolfsschlucht-Szene tatsächlich bei Weber dämonisch wird, dreht die Regie den Spieß folgerichtig um: Bariton Steffen Kubach verwandelt als Kilian im Glitzer-Outfit das Freikugel-Gießen in eine widerlich amüsante TV-Spielshow [...]. Lübecks Interims-GMD Andreas Wolf lässt sich am Pult der Philharmoniker voll auf die schwarze Seite des Werks ein. [...] Wie souverän der Dirigent [...] die im Haus vagabundierenden Solisten und den stimmstarken Chor (Einstudierung: Jan-Michael Krüger) beisammenhält, ist bewunderungswürdig.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Biganzoli befragt ihn [den ›Freischütz‹] nach seiner Kernaussage und betrachtet zugleich Werk und Rezeption. [...] Was wir sehen, passiert heute. [...] Die Wolfsschlucht wird als Mitmachtheater serviert. Kilian ist der Conférencier, alle Zuschauer nächtliche Besucher. [...] Der Eremit schwebt in der Maske des Bundespräsidenten mit dem Grundgesetz in der Hand aus dem Schnürboden. Verfassungspatriotismus als Pointe - das hat Relevanz. [...] Eine Entdeckung ist Tobias Hächler als Max in Lübeck und Andrea Stadel als das originellste Ännchen. [...] Dass in Lübeck der deutlich interessanteste ›Freischütz‹ gelingt [im Vergleich mit den aktuellen Inszenierungen in Karlsruhe und Dessau], liegt auch an Interims-GMD Andreas Wolf.«

(Dresdner Neueste Nachrichten) 

 

 

 

»Angst schwebt über dem Geschehen. Rot glitzernd und riesig steht das Wort über dem ›Freischütz‹ [...]. Die Oper Carl Maria von Webers als Revue des Schreckens - Jochen Biganzoli inszeniert sie in Lübeck lustvoll, leidenschaftlich und kackfrech. [...] Für solch eine Revue braucht es gute Darsteller. Biganzoli hat sie. Vor allem [Steffen] Kubach und Andrea Stadel als frivoles Ännchen brillieren in ihren Parts. [...] Und apropos Video: Das wirft, kunstvoll schwarz-weiß verfremdet, Bühnengeschehen mit Gruselfaktor auf die Wand, das zeigt [...], wie unheimlich ein norddeutscher Wald bei Nacht ist. [...] ›German Angst‹, ein international beschriebenes Phänomen, das in der kollektiven Wolfsschlucht spukt [...]. Das schreit geradezu nach Spektakel, Biganzoli macht eines daraus. Ganz ohne Angst vor einer heiligen deutschen Kultur-Kuh und deshalb erfrischend. [...] Lebendiges Theater!«

(shz)

 

 

 

»Denn vor allem Versagensangst ist es, die Max (Tobias Hächler singt ihn jugendlich kraftvoll und in den ganz richtigen Momenten mit lyrischer Wärme) antreibt. [...] Sehr gelungen sind die Szenen mit dem Chor (Leitung: Jan-Michael Krüger) als Mob, der sich an der Angst mit Ferngläsern ergötzt, die Wolfsschlucht-Szene sogar wie ein Kinopublikum mit Popcorn und 3D-Brillen verfolgt. [...] Agathe (María Fernanda Castillo in atemberaubender Präzision und Klarheit) sitzt mit Miss-Germany-Schärpe auf dem deutschen Wohnzimmersofa und singt [...] ihr ›Und ob die Wolke sie verhülle, Die Sonne bleibt am Himmelszelt.‹ Das ist zum Weinen schön. Ännchen (Andrea Stadel mit viel, viel komischem Talent) schenkt bei ›Einst träumte meiner sel'gen Base‹ großzügig Jägermeister aus. Das sind starke Musikmomente [...]. Viel Applaus und großen Jubel gab es für die Musikerinnen und Musiker. Das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Andreas Wolf gelang ein berauschender Klang. Immer wieder schwebten intensive, beglückende Soli aus dem Orchestergraben.«

(NDR Kultur)

 

 

 

»Hier ist nun das Stichwort gefallen, das Biganzoli vor allem beschäftigte, die Angst. Riesengroß und rot glitzernd schwebt der Schriftzug über den Szenen (Bühne: Wolf Gutjahr). [...] hier [sind] die Ängste personalisiert [...], die von Agathe, die von Caspar oder die der Jäger und ihres Gefolges. Das ist drastisch, glutvoll und sinnlich [...]. Die [darstellerischen Leistungen] stammten von einem höchst harmonisch miteinander agierenden, dabei international zusammengesetzten Ensemble [...]. Die bezaubernde Mexikanerin María Fernanda Castillo, die ihrer Agathe eine warme, fein klingende Stimme gab, ist neu im Ensemble. Andrea Stadel, schon oft für ihre komödiantische Spiellust und treffliche Sangeskunst bewundert, meisterte mit Anstand die schrägen Aufgaben. Tobias Hächler war in Stimme und Statur ein höchst agiler und passender Max. Dem Caspar gab der in Kiew geborenen Taras Konoshchenko mit seinem beweglichen Bass und rollenden Augen eine finstere Erscheinung und auch der Cuno von Lucas Kurt Kunze besaß Bassgewicht. Steffen Kubach hatte als Kilian einen glänzenden Auftritt, auch die Brautjungfern Claire Austin, Angela Shin, Iuliia Tarasova und Ina Heise. Sie bildeten ein hörenswertes Quartett. Der Schotte Gerard Quinn als Ottokar war wie eh und je zuverlässig. [...] Den Chor hatte Jan-Michael Krüger für seine Auftritte sicher vorbereit, so dass die Männer ihr unvergleichliches Jägervergnügen sogar zu wiederholen aufgefordert wurden. Das musikalische Fundament schufen Andreas Wolf mit Präzision und die Lübecker Philharmoniker mit feinsinniger wie sensibler Klangschönheit.«

(nmz-online)

 

 

 

»Was also kann man mit so einem Stück bewegen? [...] Wer sind wir, die Deutschen? Wo ist unser Ort? Und wer sind die anderen? Jochen Biganzoli hat sich am Theater Lübeck eben dieser schwierigen Fragen angenommen. Sein »Freischütz« ist [...] eine Suche nach der deutschen Identität in der heutigen Zeit. [...] Max (Tobias Hächler - ein junger, solider Tenor mit baritonaler Standfestigkeit [...]) ist hier ein hochzweifelnder und gefühliger junger Mann [...]. Der wandelt durch seinen inneren Wald, eine fahle, schwarz-weiße Videowelt mit wummerndem Herzschlag, die Ikonographie erkennbar zwischen den Spielorten des »Blair Witch Project« und der aktuellen Netflix-Serie »Dark«. [...] Solcherlei Façetten herauszuarbeiten, zeugt von intensiver Auseinandersetzung mit dem Stoff und der Inszenierung, und tatsächlich scheint das stets solide Lübecker Orchester durch die Zusammenarbeit mit diesem Dirigenten zu wachsen und zu gedeihen, eine individuelle Klangfarbe zu entwickeln, die sich heraushebt. [...] Erquickend sind in diesem Kontext auch andere Vertreter des Stammpersonals des Lübecker Ensembles, zuvorderst [...] Andrea Stadel, die hier, von Regie und Dirigat getragen, mit ungeheurer Spielfreude agiert. Ihr Ännchen ist ein starker Gegenpart zur braven [...] Agathe, sinnlich lockend und physisch präsent, voller Zwischentöne und Irrlichtereien. [...] Der dritte Akt, nach der Pause, [...] führt all das zusammen, was angelegt ist in Wirkungsgeschichte und Werk, im Wald und im Mythos. [...] Über allem glitzernd, gleich einem Bandnamen, das Wort der Deutschen, die »Angst«. Da ist sie, vorgetragen in der »Deutschen Nationaloper«, das tief verankerte Kollektivgefühl und damit auf den Punkt gebracht, was das historisch zerrissene Land eint und auch zusammenhält. [...] Und hier zeigt sich die wahre Macht der Kunstform Oper, nicht belehrend zu wirken [...]. Diese Verkrampftheit deutscher Dramaturgien geht dieser Inszenierung komplett ab, sie schöpft aus ihrem historischen Material, kann sich durch die emotionalisierende Wirkung der Musik neue Bedeutungsräume eröffnen. Hier steht Tradition neben Zeitgeschehen, berührt Themen und Zuschauer. Kurz, es ist darstellende Kunst, wie sie sein muss, der Stachel im Fleisch der Arrivierten, der Reaktionen und Nachdenken hervorruft. Das funktioniert in Lübeck ganz hervorragend [...]. [...] es ist Kunst in der Demokratie.«

(Hamburger Feuilleton) 

 

 

 

»Maxens Angst, Agathes Angst, die Ängste der Gesellschaft hat Jochen Biganzoli zum Thema seiner Lübecker ›Freischütz‹-Inszenierung gemacht. Nichts Düsteres, nichts Trauliches, keine Natur; Bühnenbildner Wolf Gutjahr präsentiert die Figuren pur in hartem Licht. Seine Bühne ist akustisch, ein riesiger Lautsprecher wummert leicht beschleunigte Herztöne in den Saal, Stillstand bei anschleichender Panik. Katharina Weißenborns Glitzeranzüge und Super-Dirndl, Fräcke und schwarze Kleider verstärken das Befremden. Regisseur Jochen Biganzoli spielt mit diesem Unbehagen. [...] Biganzoli zeigt die Angst mal nackt, mal getarnt hinter Glitzer, Grinsen und Gehampel. Wenn es ganz lustig wird, ist ihm am wenigsten zu trauen. [...] Mit jeder neuen Variation in seiner Angst-Revue weist der Regisseur jedoch auf den Komponisten. Weber hat die Angst mit aller künstlerischen Hingabe komponiert. [...] Andreas Wolf am Pult des Lübecker Philharmonischen Orchesters lässt Webers Musiknummern ohne den grauen Puder der Dialoge ganz ungewöhnlich glänzen. Das Zusammenspiel von Bühne und Orchester ist perfekt, obwohl Biganzoli den gesamten Zuschauerraum bespielt. Der Chor ist heftig in Bewegung, beeindruckt durch szenisch gedachte Klanggestaltung und physische Ausdruckskraft. Stimmlich ist Max, Tobias Hächler, weit vom Angsthasen entfernt. Er hat einen kernigen kräftigen Tenor, im piano besonders wolllautend, den er ohne Zagen einsetzt. Agathe, Maria Fernanda Castillo, singt lyrisch und samtig, kann aber auch ins Dramatische ausgreifen. Taras Konoshchenko und Andreas Stadel als Caspar und Ännchen dienen dem Teufel mit gesanglichem Biss und schrill galgenhumorigem Spiel. Dieser ›Freischütz‹ hat Musiker, Sänger, Regieteam und die Zuschauer an Grenzen geführt«

(Oper & Tanz) 

 

 

 

»Der Beginn des Spiels war ein gelinder Geniestreich des Regisseurs [...]. Jochen Biganzoli hat [...] zwischen die musikalischen Nummern [...] Zwischenspiele gesetzt, in denen der deutsche Wald [...] eine Rolle spielt. Als Raum der Alpträume allerdings, dieser Wald ist bedrohlich, die Bilder sind zudem unterlegt mit Herzschlag-Tönen. Dies ist eine Bebilderung der Ängste des zutiefst verunsicherten Max, die überzeugen und die [...] unter die Haut gehen. [...] Herausragend waren die gesanglichen Leistungen des Abends. Tobias Hächler als Max bot eine stimmlich und darstellerisch exzellente Leistung, so stellt man sich einen jugendlichen Heldentenor vor. María Fernanda Castillo als Agathe betört mit schlankem, elegant geführten Sopran, Andrea Stadel ebenso als Ännchen. Taras Konoshchenko gibt den Caspar mit fundiertem Bass, Steffen Kubach ist ein im Wortsinne glänzender Conférencier. Der Chor (Einstudierung: Jan-Michael Krüger) agiert stimmlich und schauspielerisch immer auf der Höhe. Andreas Wolf dirigiert mit feinsten dynamischen Abstufungen, er begleitet die Sänger geschickt und hält die Lautstärke im Zaum.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Zudem wurden die Zwischentexte vollkommen neu geschrieben, was dem Werk eine beeindruckende frische und Aktualität verlieh [...]. Die Kostüme [...] waren liebevoll arrangiert. [...] Das Philharmonische Staatsorchester der Hansestadt Lübeck zauberte unter der Leitung von Andreas Wolf einen Weberklangteppich wie man ihn sich ausgefeilter, differenzierter und spannender kaum vorstellen kann. [...] der Orchesterklang [war] überaus transparent, schlichtweg grandios. [...] Der Chor und Extrachor des Theaters Lübeck zeigten sich an diesem Abend in Bestform. Der schweizer Tenor, Tobias Hächler [...] gab einen überaus differenzierten, höhensicheren und auch in den dramatischen Sequenzen dieser Partie einen herausragenden Max. Maria Fernanda Castillo [...] überzeugte [...] auch in den dramatischen Passagen, kurzum: sie war als Agathe fantastisch. Andrea Stadel gab ein sehr selbstwußtes Ännchen [...]. Die humoristischen Seiten dieser Rolle wurden exquisit gespielt. Gerard Quinn gab mit seiner feintimbrierten Stimme und seinem ausdrucksstarken Bühnencharakter den Ottokar. Lucas Kurt Henze überzeugte als Cuno. [...] Taras Konoshchenko war als Caspar einfach großartig. Musikalisch ein grandioser Abend.«

(Ihr Opernratgeber) 

 

 

 

»Steffen Kubach (Kilian) betätigt sich als muntermachender Conferencier. Gruselig wird es beim Gießen der Freikugeln in der Wolfsschlucht. Hier werden die zu Fratzen verzerrten Gesichter besonders deutlich von der Handkamera eingefangen und auf die helle Rückwand geworfen. [...] Schöne Stimmen waren zu hören: die Agathe von Maria Fernanda Castillo mit edlem, schlankem Sopran, das Ännchen (Andrea Stadel) kräftig und koboldhaft aufspielend, Max (Tobias Hächler) mit fast schon heldenhaftem Tenor. Seinen Kollegen Caspar stattet Taras Konoshchenko mit abgrundtiefem Bass aus. Den Fürsten Ottokar gab Gerard Quinn tadellos, ebenso Lucas Kurt Kunze den Erbförster. [...] Stark und mit vielen Schattierungen waren die Damen und Herren von Chor und Extrachor zu vernehmen (Einstudierung Jan-Michael Krüger). Andreas Wolf am Pult holte aus den Philharmonikern ohne jede Hast jede Menge schöner Stellen heraus, ließ die Hörner Jagdstimmungen und die tiefen Instrumente Unheimliches erzeugen.«

(HL-live)

 

 

 

»Eine Oper als Erlebniswelt - so inszeniert gibt es den ›Freischütz‹ bisher nur in Lübeck.«

(NDR Schleswig-Holstein Magazin)

 

 

 

»Er [Regisseur Biganzoli] verpasst dem ›Freischütz‹ eine Art Revue-Charakter mit enormer Formenvielfalt. [...] Kurze Zwischenspiele werden effektreich mit Hilfe von multimedialer Technik eingeschoben. [...] Das leichte, zarte Spiel des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von Andreas Wolf begleitet die eingängigen Melodien und Arien. [...] Die Solisten und Solistinnen liefern eine solide Leistung ab. Allen voran natürlich die Hauptfigur Max, die vom Tenor Tobias Hächler gesungen wird [...]. Dazwischen immer wieder der reiche Kilian, der den Conférencier gibt. Sehr unterhaltsam dargebracht von Steffen Kubach, der das Publikum am Geschehen beteiligt und zum Mitmachen auffordert. [...] dem Regisseur und seinem Team [gebührt] für diese moderne Darbietungsart ein großes Lob. Die Inszenierung bietet kurzweilige zweieinhalb Stunden Unterhaltung, die auch für den Nicht-Operngänger geeignet ist. [...] Eine Oper, bei der gelacht werden darf und die ganz einfach Spaß bringt.«

(Offener Kanal Lübeck)

 

 

 

»In Lübeck sorgen immer wieder die Sängerinnen und Sänger für echtes kulturelles Erleben. In diesem Falle allen voran Tobias Hächler als Max. Er verfügt über einen umfassenden Tenor, in seiner Darstellung äußerst geschmeidig. So, wie man sich einen jugendlichen Helden vorstellt. Die Agathe ist bei Maria Fernanda Castillo bestens aufgehoben. Andrea Stadel als Ännchen muss manche Grenzen überschreiten, sie meistert es bravourös. [...] Der Chor als sturmerprobter Faktor ist auf jeden Fall im Fokus des Geschehen. [...] Am Pult Andreas Wolf, ihm bieten sich viele Möglichkeiten, sein Können zu beweisen.«

(unser-luebeck)

 

 

 

»Andreas Wolf liefert mit den Philharmonikern eine fein differenzierte, enorm klangschöne Darstellung, hält engen Kontakt zur Bühne [...] Gleiches gilt für den spielfreudigen Chor (Jan-Michael Krüger) und natürlich für die Vokalprotagonisten. María Fernanda Castillo, Neuzugang im Ensemble, bestach als Agathe mit flexibel geführtem, fein timbriertem Sopran, der dramatische Züge annehmen konnte. Andrea Stadel kostet die Glanznummern der Ännchen-Partie mit dem Schmelz ihrer schönen Stimme aus und gab szenisch auch mal die coole Schlampe. Kraftvoll und agil bewährt sich tenoral Tobias Hächler (Max), sein schräger Kollege Caspar ist Taras Konoshchenko mit abgründigem Bass.«

(Lübeckische Blätter)