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Ball im Savoy

»Ein frisch getrautes Ehepaar, eine ehemalige Geliebte, eine Jazz-Komponistin und ein heißblütiger türkischer Gesandter bieten eine Art Verwechslungskomödie, bis sich am Ende dann doch die Richtigen in die Arme fallen. Das ist witzig und amüsant, die Musik ist schmissig und mit eingängigen Melodien versetzt [...]. Im zweiten Akt wird das Bühnenbild einfach umgedreht - technisch eine enorme Leistung. [...] Die opulenten Kostüme von Tanja Liebermann und Yvonne Forster mit ihrer coolen Eleganz bieten großen optischen Reiz. [...] Vor allem aber steht [Regisseur] Michael Wallner ein großartiges Ensemble zur Verfügung. [...] Stimmlich ist er [Steffen Kubach] in Bestform, dass er über ein überschäumendes komödiantisches Talent verfügt, hat man lange nicht mehr so glänzend erlebt. Von Emma McNairy weiß man, dass sie über eine wunderschöne hohe Sopranstimme verfügt. [...] In ihrer Rolle als Madeleine ist sie gesanglich und darstellerisch einer der Stars des Abends. Ganz wunderbar wirbelt auch Sara Wortmann als Jazz-Komponistin Daisy Darlington über die Bühne, sie bringt viel Schwung in das Geschehen. [...] Angelika Milster als verführerische Tangolita fügt sich bestens in das Ensemble ein. Ihr macht die Rolle der Rachsüchtigen offensichtlich Spaß. [...] Jörn Kolpe ist ein herrlich vertrottelter Gerichtsschreiber. Sehr gut aufgelegt agierte der von Jan-Michael Krüger einstudierte Chor. [...] Ein rundherum vergnüglicher Theaterabend.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Das Stück von Paul Abraham kommt frisch und frech daher [...]. Im Haupterzählstrang geht es um Liebe, Eifersucht und Revanche. Den Marquis Aristide de Faublas (Philippe Hall) holt die Vergangenheit in Form der argentinischen Tänzerin Tangolita ein, für die Regisseur Wallner den Musicalstar Angelika Milster nach Lübeck gelockt hat. Ehefrau Madeleine (Emma McNairy) sinnt auf Rache [...]. McNairy ist mit ihrem strahlenden Sopran in dieser Rolle ein Erlebnis [...]. Mit Steffen Kubach, aus tiefstem Herzen Komödiant, ist die Rolle des Mustapha Bei bestens besetzt. Wer sonst sollte sich auch in die selbstbewusste Jazzkomponistin Daisy Darlington so überzeugend schockverlieben können. Neben Kubach hat Sara Wortmann, die [...] mit ihrer machtvollen Singstimme beeindruckte, einen großen Abend, auch, weil sie den Jazz mit auf die Bühne bringt. [...] Der heitere Abend ist obendrein eine Verbeugung vor dem jüdischen Komponisten Paul Abraham, der ein Opfer der deutschen Geschichte wurde.«

(shz) 

 

 

 

»Regisseur Michael Wallner hatte sogar einen Stargast mitgebracht, die Musicalsängerin Angelika Milster. Er erntete mit einem spiel- und tanzfreudigen, sangesfrohen Ensemble sowie einem schwungvoll aufspielenden Orchester einen großen Publikumserfolg. [...] Es ist eine Geschichte um Liebe und Eifersucht, um Verwirrungen und Verwechslungen, um Frivolitäten und Freiheiten. [...] Eine Paraderolle hat Steffen Kubach als Mustapha Bei, spielerisch ein Erzkomödiant, stimmlich auf der Höhe. In dieser Operette aber spielen Frauen die Hauptpersonen. Emma McNairy als jung getraute Marquise kann ihren Sopran in höchsten Höhen strahlen lassen. Sara Wortmann als Jazzkomponistin passt hervorragend in die Rolle. Dann gibt es da die argentinische Tänzerin Tangolita, die femme fatale nicht nur dieser Ballnacht. Angelika Milster kehrt nicht den Star heraus, gliedert sich geschickt ins Ensemble ein. In Spiel und Gesang klappt das Miteinander vorzüglich. [...] Es gab viel Szenenapplaus und am Schluss Wiederholungen etlicher Musiktitel.«

(HL-live)

 

 

 

»Genüsslich baut er [Michael Wallner] [...] die Episoden zusammen, gibt viel Anlass zum Lachen, übernahm selbst als Kammerdiener Archibald und Oberkellner Pomerol gleich zwei zwerchfellreizende Rollen. Ein großartiges Ensemble hilft ihm [...]. Unter den hauseigenen Sängern hat Steffen Kubach als Türkeirepräsentant Mustapha Bei einen tollen Abend, füllt mit Körper und Stimme die Szene. Er ist einfach großartig! Ein weiterer Glanzpunkt ist Lübecks koloraturenmächtige Sopranistin Emma McNairy. Sie ist als junge [...], sich wunderbar bewegende Eifersuchtsfurie Madeleine ideal besetzt. Daneben überrascht Sara Wortmann [...]. Die dritte, kleinere Frauenrolle, die der argentinischen Tänzerin Tangolita, war mit Angelika Milster besetzt. Sie genoss ihren Auftritt und hat als Musicalstar genügend Erfahrung und Bühnenpräsenz, zudem eine große Stimme [...]. Den Chor hatte Jan-Michael Krüger sehr sicher einstudiert, so dass er wunderbar leicht mitspielen, auch mittanzen konnte.«

(nmz)

 

 

 

»Hier die Lorbeeren auf das richtige Haupt zu platzieren, ist beinahe unmöglich, war doch ein Ensemble auf der Bühne, das kaum zu übertreffen ist. [...] Der Regisseur Michael Wallner nutzt die Gelegenheit vorzüglich. Kräftig unterstützt von Heinz Hauser, für die Bühne verantwortlich, der grandios einen Swimming-Pool installiert. Die Kostüme von Tanja Liebermann und Yvonne Forster brillieren und werten die Akteure noch mehr auf. Die Protagonisten singen und spielen mit Euphorie und sind klasse. Da begeistert Emma McNairy als Madeleine [...]. Ihr untreuer Gatte Aristide gibt sehr geschmeidig Philippe Hall. Die amerikanische Cousine Daisy ist eine Rolle, aus der die Schauspielerin Sara Wortmann alles rausholt, was man bieten kann. [...]Eine sehenswerte Choreographie hat Andrea Danae Kingston hingelegt. [...] Die musikalische Leitung ist bei Adrian Pavlov bestens aufgehoben. ›Ball im Savoy‹, zu gut, um es nur einmal anzuschauen.«

(unser-luebeck)

 

 

 

»Dem Regieteam gelingt eine farbenfrohe, heitere und schlüssige Umsetzung des Stoffes. [...] Emma McNairy - eine großartige Stütze des Sängerensembles am Theater Lübeck - als Madelaine war schlichtweg sensationell; mit ihrem silbrig-warmen, sinnlichen Sopran, gelang ihr eine grandiose Rollencharakterisierung mit wundervollen Koloraturen. [...] Philippe Hall überzeugte mit seinem schlanken, charmanten Tenor als Marquis Aristide. Sara Wortmann, die ein wenig an Marlene Charell erinnerte, überzeugte als Daisy Darlington, alias Pasodoble. Steffen Kubach als Mustapha, glänzend bei Stimme, sorgte für die gekonnt dosierten, humoristischen Aspekte dieses Abends. [...] In dieser Produktion gelang die elegante Balance zwischen Witz und Situationskomik, bei der man herzlich mitlachen konnte. Als Tangolita brillierte Angelika Milster [...], mit Ausdruck und Temperament, einer Prise Humor und ihrer unvergleichlich schön timbrierten Stimme [...]. Sie zählt nicht umsonst zu den besten Musicalinterpretinnen seit Barbra Streisand. An diesem Abend war sie einmal mehr umwerfend komisch und gesanglich mit Emma McNairy in einer Klasse für sich. [...] Jörn Kolpe war als herrlich verklemmter Celestin einfach umwerfend komisch. [...] Adrian Pavlov und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck sorgten für einen fulminanten Orchesterklang. Großartig auch der Chor des Hauses und das Tanzensemble. Die Begeisterung des Publikums bestätigte den großen Erfolg der Eröffnung der neuen Saison.«

(Ihr Opernratgeber)

 

 

 

»Ohrwürmer wie ›Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh'n‹, und ›Wenn wir Türken küssen‹ kommen kess über die Rampe. Emma McNairy als Madeleine glänzt darstellerisch profund und mit dem wunderbaren Glanz ihres Soprans. Geschickt gibt Philippe Hall den Marquis Aristide. In der Rolle der rasanten Daisy Darlington/Pasodoble, die alles selbstbewusst auf den Punkt bringt, leuchtet Sara Wortmann. Eine feine Regie-Idee, wenn sie [Dirigent] Adrian Pavlov den Dirigierstab kollegial abnimmt und das hochgefahrene Orchester dirigiert. Spitzenmäßig verkörpert Steffen Kubach die Glanzrolle des Mustapha Bei; feurig, urtümlich, bauernschlau und ulkig, stimmlich ausgezeichnet. Die erfahrene Angelika Milster ist als Tangolita dabei und fügt sich spielfreudig ins Ensemble. [...] Tänzer (Choreographie: Andrea Danae Kingston) und Chor (Jan Michael Krüger) leisten Famoses. Regisseur Michael Wallner, ein ausgewiesener Könner, trifft den Karacho-Ton, führt die Personen phantasievoll.«

(Lübeckische Blätter)