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»Schauspielerisch ist diese „Zähmung“ überaus sehenswert. Peter Grünig ist ein ausgezeichneter Baptista, geldgeil und machtversessen. Patrick Berg gibt eine Katharina mit vielen Facetten, die trotz ihres Selbstbewusstseins von Anfang an zu ahnen scheint, wie es mit ihr enden wird. Will Workman ist eine […] leichtfüßige Bianca, der man jedoch auch die finalen Zweifel abnimmt. Einem Petruchio in Person von Astrid Färber möchte man lieber nicht begegnen. Sie spielt den Mitgiftjäger brutal, messerscharf, ganz einfach vielschichtig böse. Sprechen kann diese Schauspielerin auch ganz ausgezeichnet. Rachel Behringer ist ein eher nachdenklicher Freier Lucentio, Alina Rank als Tranio und Maike Jüttendonk als Hortensio überzeugen in ihren Nebenrollen. Zum Gelingen des Abends trägt auch die Bühnenmusik des Gitarristen und Sängers Jan Schöwer bei. Dem Premierenpublikum hat dieser Abend […] gefallen, es gab langen Beifall.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Lily Sykes macht in einer leicht gekürzten, leicht umgestellten Fassung aus dem alten Text ein zirzensisches Unterhaltungsstück. Da purzeln Menschen und Puppen in Menschengröße durcheinander. Da wird mit Worten und Weisen jongliert, da wird gerockt und gesungen. Jan Schöwer hat eine flotte Bühnenmusik geschaffen. Er begleitet auf der Szene mit der Gitarre, singt auch mit. […] Das Premierenpublikum sparte nicht mit Beifall und Bravorufen.«

(HL-live)

 

 

 

»Facettenreich dominieren Astrid Färber als herrischer Edelmann Petruchio, Rachel Behringer als ebenfalls auf Freiersfüßen wandelnder Lucentio, Maike Jüttendonk als stimmgewaltiger frecher Hortensio und Alina Rank als Magister. Sie mischen ihre drei Partner(innen) auf - mit dem Mundwerk statt des Degens. [...] Peter Grünig darf, sprachlich kontrolliert, den Alt-Edlen Baptista und Vincentio ironisches Profil geben. [...] Die Regisseurin entwickelt ein Gegenwarts-Szenario so intelligent, saftig und musikalisch, dass daraus ein hochklassiger Abend wird. Das Premierenpublikum erkannte es, war ebenso erheitert wie angeregt und zollte langen Beifall.«

(GüZ/Lübeck Erleben)

 

 

 

»Für das Theater Lübeck hat die 1984 in London geborene Regisseurin Lily Sykes das Stück bei den Hörnern gepackt und eine ziemlich komische, ganz ungezähmte Interpretation auf die Bühne gebracht. Vor Shakespeare hat Sykes keine Angst. Mit der modernen Übersetzung von Anna Cron ist sie sprachlich bedeutend näher dran am Jetzt, das tut auch dem vermeintlichen kruden Inhalt gut. [...] Und natürlich ist es [...] nicht neu, dass Männer in Röcken besonders komisch sind, vor allem wenn sie von Spezialisten für charakterliche Ausreißer wie Patrick Berg (Katharina) und Will Workman (Bianca) gegeben werden. Das Publikum gluckst und ist ertappt: Das Spiel mit „typischen" Geschlechtermerkmalen und deren Spiegelung in vermeintliche Gegenteile funktioniert so gut wie vor reichlich 400 Jahren, kann also nicht überholt sein. Überholt ist auch die Zuweisung „typischer" Verhaltensweisen nicht.«

(Lübeckische Blätter)