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»Knut Winkmann hat mit den jugendlichen Darstellern vom Spielclub 3 den dramatischen Stoff in der deutschen Erstaufführung bewegend auf die Bühne gebracht. [...] Das Stück ›Dreizehn Leben‹ [...] diskutiert übergeordnete Fragen von Ethik und Moral. Es handelt von der dunklen Seite im Menschen, der in extremen Situationen, um selbst zu überleben, sogar bereit ist, buchstäblich über Leichen zu gehen. Diesen herausfordernden Stoff hat Regisseur Knut Winkmann [...] so inszeniert, dass das Geschehen spannend und auf gewisse Art unterhaltsam ist und in raren Momenten sogar Lacher provoziert. Den Spielerinnen und Spielern gelingt es, durch die Verkörperung unterschiedlicher Charaktere mögliche Haltungen von naiv über realistisch bis brutal widerzuspiegeln. [...] Musik und Tanzszenen gewähren Atempausen in dem Stück [...]. Sie lassen das ›Unfassbare‹ einen Moment beiseite schieben, um die Schwere dieses Überlebenskampfes erträglicher zu machen.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

 

»Knut Winkmann, der erfolgreiche Jugenddramaturg am Theater Lübeck, gibt dem Spielclub mit diesem Stück eine Aufgabe, die sicher alle stark herausfordert. Umso staunenswerter ist das Ergebnis, das die 12 Jugendlichen zwischen etwa 14 und 25 Jahren präsentierten. Sie bringen auf eine berührende Art fertig, ihren Figuren beides zu geben, die soziale Rolle im zufälligen Geflecht der Schicksalsgemeinschaft und zugleich ihren persönlichen Charakter, ihre Angst und Hoffnung, ihre Art und Glaubwürdigkeit mit der Ausnahmesituation umzugehen. [...] Emma Vesper spielt als Ann die plötzlich für alle Verantwortliche großartig, zugleich ihre Ambivalenz gegenüber Allen, dem Nik-Burhan Waesuemae einen kraftvollen, doch auch zerbrechlichen Charakter gibt. [...] Kerem Can Duran zeigt zwar seine derbe Schnoddrigkeit, lässt dennoch dahinter das Unsichere, das Verletzliche durchschimmern. Knut Winkmann gelingt es mit seinen Spielern, vor allem in den zwei Schlüsselszenen, in denen jeder Stellung nehmen muss, eine intensive Spannung zu erzielen. [...] Quälend erlebt man dabei die beiden Jüngsten, gespielt von Louisa Gast (Maggie) und Marie Vögele (Margot), die in ihrer Kindlichkeit die Tragweite ihrer Entscheidung nicht erfassen können. [...] Wenn die Probleme schon den Zuschauer bedrücken, wie muss es den Akteuren beim Aneignen der Rollen ergangen sein? Jeder meistert sie erstaunlich, vermag die existentiellen Fragen als qualvoll zu gestalten. Und das packt den Zuschauer direkt. [...] Es ist ein Theatererlebnis geworden, das vergessen lässt, dass hier Laien agieren.«

(unser Lübeck)