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Der Räuber Hotzenplotz

»Temporeich und fetzig: ›Der Räuber Hotzenplotz‹ […]. Das Theater Lübeck beweist mit seiner kurzweiligen Inszenierung, dass Otfried Preußlers Klassiker nichts von seiner Faszination verloren hat. Die jungen Zuschauer waren sehr begeistert. […] Ein kurzweiliges und sehenswertes Theaterstück hat Regisseur Jan Jochymski auf die Bühne gebracht. Seine kindlichen Zuschauer holt er genau dort ab, wo sie sich wohl fühlen: in einer rasend schnellen Welt, die vor ›action‹ nur so strotzt. […] Musikalisch wird das Stück von Michael Ruchter (E-Gitarre) und Thomas Zerck (Schlagzeug) souverän und fetzig gestaltet. Reizvoll sind die farbenfrohen Kostüme von Theresa Klement, grandios ist das von Stefan Heinrichs so facettenreich gestaltete Bühnenbild. […] Die Leistung aller Schauspieler ist groß und sehr ausgewogen. Das Ensemble spielt kindgerecht und fesselt das Publikum. Langweilen wird sich bei dieser Inszenierung sicherlich niemand.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Ausgelassene Fröhlichkeit herrschte im Großen Haus des Lübecker Stadttheaters. […] Ein buntes Völkchen treibt auf der Bühne seine bösen oder guten Späße. Sie werden bestens charakterisiert: die gute, verständnisvolle, allerdings kaffeesüchtige Oma (Stephanie Schadeweg), der Räuber (Lars Wellings), die gute Fee, die sich aus einer Unke hervorschält (Lena Vix) und viele andere. Gleich in zwei Hauptrollen ist Marcus Hering zu erleben, als Wachtmeister Dimpfelmoser und Zauberer Petrosilius Zwackelmann. Spitzenreiter in der Gunst der Kinder sind natürlich der Kasperl von Jörn Kolpe und sein Freund Seppel (Tom Semmler). Regisseur Jan Jochymski lässt die Puppen tanzen beziehungsweise setzt die Bühnenmaschinerie in Bewegung. Da verschwinden Kulissen im Bühnenhimmel, andere schweben von dort herab. Die gesamte Bühne hebt sich, gibt den Blick frei auf die Räuberhöhle im finsteren Wald unten und das Zauberschloss von Zwackelmann oben. Da werden Fliegenpilze zu Bühnenhelfern und Skelette zu Handlangern, und der Zauberer erhebt sich zur Not auf einem Besen in die Lüfte. Für die Musik sorgen Knolle und Bolle, mit bürgerlichem Namen Michael Ruchter und Thomas Zerck. […] Nicht nur Kinder, auch Erwachsene haben ihren Spaß daran.«

(HL-live)

 

 

 

»Reizvoll wurde das und zum Staunen schön durch die Kostüme von Theresa Klement. Und nicht nur die virtuosen Wortspiele von Kasperl und Seppel kamen an, die mit den vielen Verdrehungen wie oben in der Überschrift oder die zu Zeprodilius Wackelzahn beim Zauberer. Sie sollten beide wütend und unbedacht machen, wie es dann auch kam. Insgesamt war wirklich löbliches Theater daraus geworden, eng am ersten Band der „Hotzenplotz"-Trilogie entlang. Stefan Heinrichs ließ die Bühnenmaschinerie alles hergeben. [...] Des Räubers Höhle fuhr aus dem Untergrund herauf. Wurzelwerk umrahmte das Erdloch, eingerichtet aber wie Omas gute Stube, zusätzlich mit Kristalllüster und Regalen mit allerlei Diebesgut. Spitze war allerdings des Zauberers hohe und schräge Turmwelt, auf die er besenreitend herabschwebte. [...] Die Inszenierung von Jan Jochymski wurde vor allem durch Jörn Kolpe (Kasperl) und Tom Semmler (Seppel) wunderbar agil, ein tolles Freundespaar. Lars Wellings gab dem Räuber mit seinen sieben Messern und als vogelfreier Gimpel immer eine straffe Figur. Zur flotten Oma wurde Stephanie Schadeweg, die auch als Kartoffelsack munter herumhüpfte. Marcus Hering war Wachtmeister und Zauberer [...]. Lena Vix schließlich war erst Unke und wurde dann die zauberhaft lächelnde Fee. Das junge Publikum im Theater Lübeck half aus mit Rat, wenn die Agierenden einmal nicht weiterwussten. Für sie waren die eineinviertel Stunden voller Spannung, so dass sie zum Schluss lautstark ihre Zugabe einforderten.«

(unser luebeck)

 

 

 

»Die Geschichte ist längst bekannt und doch wieder neu, wenn sie wie hier einmal im verschachtelten Wunderland (Bühnenbild: Stefan Heinrichs) mit solchem Tempo und grotesken Szenen visualisiert wird. Der Märchen-Abstand bleibt, und doch ist vieles wieder so direkt, dass es die Mimen ansteckt und die Zuschauer mitreißt. Dazu sind mancherlei Musical-Elemente eingebaut, von den vorn an der Bühne sitzenden Musiker-Kobolden Michael Ruchter (Gitarren) und Thomas Zerck (Percussion/Geräusche) komponiert und mit gehörigem Drive gespielt [...]. Theresa Klement hat sich in ihrer bunten Kostümvielfalt an den Vorbildern orientiert. Und die bringt Regisseur Jochymski nun auf Trab, dass der Humor Funken schlägt und das Publikum Feuer fängt.[...] Als Hotzenplotz lässt Lars Wellings all die bramabarsierende Gefährlichkeit vom Stapel, die die falsche Autorität entlarvt; und als verzauberter Vogel Gimpel macht er die rechte klägliche Figur. Jörn Kolpe (Kasperl) und Tom Semmler (Seppel) sind das Preußlersche Max-und Moritz-Paar: Kolpe zeigt mit Gelenkigkeit in Kopf und Gliedern, dass er der Pfiffikus der beiden ist und Semmler entwickelt sich vom begriffsstutzigen zum wissenden Kasperl - beide werden schnell zu den Favoriten von Klein und Groß. Als resolute Großmutter fällt Stephanie Schadeweg auch gekonnt in Ohnmacht, hat aber Wachtmeister Dimpfelmoser im Griff: Marcus Hering macht aus ihm die leicht vertrottelte Amtsperson - um dann in der Maske des Zauberers Petrosilius Zwackelmann eine köstliche Hexer-Parodie abzuliefern.«

(Güz/Lübeck(er)leben)