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Carmina

»Die Unsicherheit, die Austauschbarkeit der Geschlechterrollen sieht die Regisseurin als Grundmotiv. Das ist sehenswert in Szene gesetzt, Ausstatterin Mechthild Feuerstein hat einen zweigeschossigen Bühnenraum gebaut, der sich sehr gut bewährt. [...] Per Hakan Precht [bietet] als Erzähler eine prächtige Leistung [...]. Das kleine Monteverdi-Ensemble, vom kommissarischen GMD Andreas Wolf vom Cembalo aus geleitet, spielte mit innigem Klang und herzerweichender Schönheit. In ›Carmina Burana‹ forderte Andreas Wolf von allen Beteiligten rasche Tempi, der Dirigent ließ Orffs oftmals nur vom Rhythmus lebende Musik mit Kraft und großer Geste ertönen, was das Publikum schätzte. [...] Emma McNairy überstrahlte mit ihrem klaren und weiblich timbrierten Sopran das Solistenensemble. [...] In Orffs Werk bestach sie durch die Beweglichkeit ihrer Stimme. Bariton Johan Hyunbong Choi beherrschte seine schwierige Partie, in der er häufig im Falsett singen musste, meisterhaft. Beeindruckend auch Tenor Juraj Holly als gebratener Schwan, der sein Schicksal besingt.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Clara Kalus wartet mit neckisch-frivolen Anspielungen auf, Ausstatterin Mechthild Feuerstein assistiert all dem Tischlein-deck-dich-Spiel freudvoll. [...] Emma McNairy überzeugt mit sensiblem Sopran, Juraj Holly (neu im Ensemble) als ersterbender Tenor Schwan, vor allem Johan Hyunbong Choi als nicht nur vokale Sahnetorte mit raumgreifendem Bariton. Ebenso schlagkräftig wie flexibel agiert der große Chor (Theater, Carl-Philipp-Emanuel-Bach Hamburg, Vocalino) in der ›Endfassung‹ von Jan-Michael Krüger. Der Clou sind die harmonisch auftrumpfenden Lübecker Philharmoniker. Andreas Wolf am Pult führt sie in Orffschen ›Sacre‹-Rausch voll abgestufter Dynamik, Rhythmik und zarter melodischer Passagen.«

(Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»Den Hauptpart [bei ›Combattimento‹] trägt der Erzähler. Per Hakan Precht macht das ausgezeichnet, mit Verzierungen und kräftigen Akzenten im Spiel. Ausstatterin Mechthild Feuerstein hat eine raffinierte Szenerie ersonnen. [...] Carl Orffs ›Carmina Burana‹ aus dem Jahr 1937 vereint mittelalterliche Gesänge, Rauf- und Sauflieder, Frommes und Lästerliches, durchsetzt mit skurrilen Episoden, etwa der Ballade eines gebratenen Schwans, der in schrillen Tönen sein Schicksal beklagt. Juraj Holly tat das mit Hingabe. [...] Regisseurin Clara Kalus hält eine Idee durch, nämlich die Austauschbarkeit der Geschlechter. Die Damen des Chores tragen schon mal Bärte. Im Paradies pflückt Adam den Apfel und reicht ihn seiner Eva. Orffs oft archaisch stampfende Musik kommt beim Publikum an, und Kapellmeister Andreas Wolf hält Chor und Orchester auf Trab. In beiden Werken überzeugen die Solisten, Emma McNairy mit wandlungsfähigem Sopran, Johan Hyunbong Choi mit voluminösem Bassbariton.«

(HL-live)

 

 

 

»Musikalisch, da sind sich alle einig, ist das Experiment geglückt. [...] Gerade acht Instrumentalisten braucht der Monteverdi, sie sind, geleitet von Andreas Wolf am Cembalo, unten auf der Bühne postiert, während oben hochästhetisch Videoeinspielungen das Geschehen kommentieren. [...] Der erste Teil des Abends ist überzeugend, ja, geradezu betörend [...]. Der Chor ist grandios, McNairy und Choi, auch hier dabei, sind in Hochform, Juraj Holly leiht dem gebratenen Schwan seinen Tenor.«

(shz)

 

 

 

»Per Hakan Precht, der als Erzähler im Mittelpunkt des ersten Teils stand; Emma McNairy und Johan Hyunbong Choi hatten nur zwei kurze, vokale Einschübe zu singen; alle drei waren stimmlich hervorragend. Auf der Bühne spielte ein kleineres Ensemble (Isabel Jimenez Montes, Daniela Dakaj - Violine, Nicholas Hancox - Viola, Caroline Metzger - Violoncello, Helena Raposo - Theorbe und Gitarre, Shibo Minami - Harfe, Andrei Naumovich - Orgel und Andreas Wolf am Cembalo), dem es hervorragend gelang, die charakteristischen Merkmale dieser Musik herauszuarbeiten. [...] Der Orchesterklang, den Andreas Wolf an diesem Abend mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck zauberte, war phänomenal, mitreißend und ergreifend. Hier hat Lübeck einmal mehr bei der Wahl seines, wenn auch bisher zwar nur kommissarischen GMD, ein gutes Händchen bewiesen. Dirigent, Ensemble und Orchester waren bestens aufeinander abgestimmt. Emma McNairy, die schon als Zerbinetta in Lübeck für Furore sorgte, war an diesem Abend in der Sopranrolle sensationell: ein perlendes, silbriges Stimmtimbre, wie man es in dieser berührenden Vollendung nicht alle Tage geboten bekommt. Juraj Holly, der tenorale Neuzugang am Haus, hat einige berückend schöne Noten gesungen [...]. Johan Hyunbong Choi überzeugte auch im zweiten Werk bei seinem Baritonpart. [...] Ein in sich stimmiger Abend, der einen Besuch lohnenswert macht.«

(Ihr Opernratgeber)

 

 

 

»Der ›Testo‹ (Erzähler) von Per Håkan Precht wirkt in der Lübecker Aufführung vokal enorm intensiv [...] Emma McNairy und Johann Hyunbong Choi als Akteure singen die kurzen Einwürfe herzerweichend. [...] Neben Emma McNairys schönem Sopran überzeugt Johan Hyunbong Chois großer Bariton und vor allem Juraj Holly (Tenor) in der Paraderolle des ›Schwans‹.«

(Lübeckische Blätter)