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Lehman Brothers
Aufstieg und Fall einer Dynastie

»Lehman Brothers ist Theaterkino pur - eine Inszenierung die auch Jugendliche für Theater begeistern kann.«

(NDR)

 

 

»Das Personal des Stücks wird von Marionetten verkörpert. Sechs Schauspielerinnen und Schauspieler bewegen sie und geben ihnen ihre Stimmen. Damit die Zuschauer das Geschehen, das sich in einer Vielzahl von kartonkleinen Bühnenbildern (Ausstattung: Michael Köpke) auf der Drehbühne abspielt, detailliert verfolgen können, fangen die Akteure die Szenen mit Videokameras ein. Auf einer Leinwand werden die Figuren überlebensgroß sichtbar. [...] In fein ausgearbeiteten Kontoren, die der Augsburger Puppenkiste zur Ehre gereichen würden, spielen sich die Szenen ab, die den Aufstieg der Clanmitglieder zu Eigentümern eines Bankhauses nachzeichnen. [...] Das alles wird über zweieinhalb Stunden flüssig durcherzählt. Patrick Berg, Nadine Boske, Matthias Hermann, Susanne Höhne, Andreas Hutzel und Vincenz Türpe bewegen die Figuren virtuos und sprechen 60 Rollen. [...] Ausgiebiger Beifall nach der Premiere in den Kammerspielen.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»60 Darsteller auf die Bühne zu stellen, ist schlecht möglich. So erfand Gernot Grünewald eine besondere Form. Sechs Darsteller fungieren als Erzähler und Sprecher, außerdem als Puppenspieler und Kameraleute. Die Berliner Figurenbauerin Judith Mähler bastelte für die Lübecker Einstudierung 44 Marionetten. Die Lübecker Schauspieler halten die Fäden der Puppen in Händen. Die Drehbühne (Ausstattung Michael Köpke) ist zum Schluss mit lauter Puppenstuben besetzt, in denen die Szenen spielen. Damit das Geschehen überall zu sehen ist, halten die Darsteller Live-Cameras in Händen, die das Ganze auf eine große Leinwand übertragen. Videoeinspielungen ergänzen das optische Bild. Die Musik (Daniel Sapir) zeichnet den Wandel der Generationen nach, vom jiddischen Klezmer zur Elektronik. Die sechs Darsteller, nämlich Patrick Berg, Nadine Boske, Matthias Hermann, Susanne Höhne, Andreas Hutzel und Vincenz Türpe machen einen großartigen Job. Sie sind ständig in Bewegung, spielen mit den Marionetten, filmen die Szenen, sprechen in unterschiedlichsten Tonlagen, flüstern, schreien, röcheln als Sterbende. Das Ganze ergibt einen lebendigen Bilderbogen, der bestens unterhält und gleichzeitig nachdenklich stimmt.«

(HL-live)

 

 

 

»Szenisch aufgerollt werden ihre geschäftlich expansiven Machenschaften und privaten Eigenheiten in kleinen Begebenheiten. Köstlich etwa die Werbung Emanuels um Pauline Sondheim oder das umgekehrte Spiel, das Ruth Lamar mit Robert Lehman, dem Enkel, trieb. [...] Jeder war Teil des Ganzen. So seien Patrick Berg, Nadine Boske, Matthias Hermann, Susanne Höhne, Andreas Hutzel und Vincenz Türpe auch nur als Team genannt. 38 Rollen mit ebenso vielen Charakteren hatten sie zu sprechen, dazu die von Judith Mähler gebauten Puppen zu führen, zu filmen oder ins rechte Licht zu setzen. Alles stand auf Tischen auf der erhöhten Drehbühne, kreiste wie das Leben munter umher. Das alles beeindruckte in seiner Chronologie, war plausibel bis zum Ende der dynastischen Führung, hatte in seinen Szenen viel über die hinausweisende Gültigkeit, wurde zur Parabel darüber, wie sich Geld vermehrt und was es aus Menschen macht.«

(unser-luebeck.de)

 

 

 

»Ganze zwei Stunden 30 Minuten gesteht Grünewald dem Finanzdrama zu. Und wo er schon am Neuformen ist, setzt er nicht die sechs Schauspieler (Patrick Berg, Nadine Boske, Matthias Hermann, Susanne Höhne, Andreas Hutzel, Vincenz Türpe) in Szene, die die von ursprünglich 60 vorgesehenen 37 verbliebenen Personen präsentieren. Er lässt die Darsteller Marionetten führen und das Geschehen übermenschlich groß per Video auf eine Leinwand transportieren [...]. Die Schauspieler machen ihre Sache als Puppenspieler staunenswert gut, die Berlinerin Judith Mähler hat ihnen ausdrucksstarke Figuren in die Hände gegeben [...].«

(Lübeckische Blätter)