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Hüsch - Wir seh'n uns wieder

»Den ›Poeten unter den Kabarettisten‹ hat Johannes Rau ihn einmal genannt. Und den zaubert Hutzel nun hervor: Seine Gestik erinnert an Hüsch, der Sprachduktus erinnert an Hüsch und auch bei den Liedern springt einen die Erinnerung an Hüsch an. Aber Hutzel verzichtet auf den Versuch einer Kopie, zum Glück für Hüsch und das heiter ergriffene Publikum. Das rekrutiert sich zur Premiere altersgemäß mehrheitlich aus der Hüsch-Fangemeinde und kommt nun in den Genuss, einen hervorragenden Schauspieler bei der Wiedererweckung augenzwinkernder Lästereien zu erleben. Willy Daum steuert hier und da sparsame Gesten bei und sorgt für die typischen, meist sparsamen Töne und Akkorde, die sich aber auch zu rauschendem Jazz-Sound ausweiten konnten. [...] Er versprüht die nachhaltige Faszination für die Sprachjonglagen und philosophischen Exkursionen.«

(shz) 

 

 

 

»Hutzel erinnert auch in Sprachduktus und Gestik an Hüsch. Wenn es geboten ist, wird er auch mal eindringlich und sogar laut. Begleitet wird er von Willy Daum. Der spielt die Philicorda, die er aufgetrieben hat, im Sinne Hüschs: auf wenige Akkorde beschränkt. Das Publikum belohnt diese großartige Darbietung bei der Premiere im Jungen Studio immer wieder mit Applaus. Mit ihrem Sound und ihren Inhalten wirkt sie bisweilen wie aus der Zeit gefallen. [...] Lachen, den Tränen nahe sein, sich irritieren und berühren lassen: Wenn Hüsch schwere Themen in leichte Worte kleidet, sind Glanzpunkte des Abends zu erleben.«

(Lübecker Nachrichten) 

 

 

 

»Andreas Hutzel hat sich sehr genau mit Gestik, Mimik, vor allem mit dem Sprachduktus des Mannes vom Niederrhein beschäftigt. Er traf den Ton sehr genau, auch die Sprache der Hände, die entweder die Tasten seines kleinen Örgelchens drückten oder mit denen er sich am Holz darüber abstützte. Hutzel drehte manchmal auch auf, wurde lautstark. Aber solche Ausbrüche gab es auch beim Original. […] An anderer Stelle erklangen kurze Melodien, insbesondere zu den Liedern, und auch auf diesem Gebiet ist Schauspieler Hutzel zuhause.«

(HL-live)

 

 

 

»Wer jemals Hanns Dieter Hüsch erlebte, glaubte ihn wieder vor sich zu haben. Aber es war Andreas Hutzel, der im Jungen Studio des Lübecker Theaters nicht einmal in eine Maske schlüpfen musste. Mit einer Brille saß er da, ebenso hager und mit scharfen Falten im Gesicht wie der, den er vor 20 Jahren oder mehr bei einem Auftritt in seiner Heimatstadt Schorndorf erlebte und zu verehren lernte. [...] Aber er hat die Mimik, das intensive, verhuschte Wesen des gebürtigen Rheinländers trefflich drauf und bringt die Texte wunderbar klar und lebendig über die Lippen. Man spürt eine Geistesverwandtschaft und eine Lust, der Prosa und den Liedern wieder Laut zu geben. [...] Seine Wirkung beruht darauf, dass er den anderen, die andere Figur ernst nimmt, sie respektiert, sich aber gleichzeitig mit einem Schalk im Nacken von ihr distanziert. Sprechweise und Mimik verweisen auf das Original, das er aber immer nur vermittelt. Das in der Balance zu halten ist harte Arbeit, gelingt aber zumeist prächtig, manchmal bis zur Erschöpfung. [...] An ›Tea-for-two‹ wird der Aufbau der in Song und Jazz so beliebten Septnonakkorde erklärt und wie sie dem Songschreiber nutzbar werden. Genüsslich lieferte Daum die klangliche Demonstration und begleitete dann Hutzel bei den eingestreuten Songs. Überhaupt gab es so manche Anspielung auf Musik, die Hüsch als intimen Kenner dieser Materie verriet. [...] Es ist wieder ein Hutzel-Abend, der zum Dauerläufer das Zeug hat.«

(unser Lübeck)