Home    Termine    Spielzeit    Ensemble    Theaterpädagogik    Service    Kartenkauf online    Extras    Vorschau 2017/18
9. Kammerkonzert
Mondsüchtig
Arnold Schönberg (1874-1951)
»Pierrot lunaire« op. 21
Dreimal sieben Gedichte aus Albert Girauds »Pierrot lunaire«

»Verklärte Nacht« für Streichsextett op. 4



Wer dieser Pierrot ist, weiß man nicht so genau – ein »mondsüchtiger Pierrot« oder ein »Pierrot im Mondschein«? Arnold Schönberg vertonte 21 Gedichte des belgischen Dichters Albert Giraud für eine weibliche Sprechstimme und Instrumentalensemble, dessen Besetzung von Stück zu Stück variiert und jedem einzelnen Gedicht eine spezifische Klangfarbe verleiht. Die Gedichte sind voll von symbolischen Sprachbildern, durch die Musik verdichtet zu einem grenzgängerischen Nachtstück, zu einem Reich der nächtlichen Phantasien. Und mittendrin die Figur des Pierrot, der sich in seinem Verhältnis zum Mond so wechselhaft zeigt wie der Mond selbst. Schönbergs Streichsextett »Verklärte Nacht« entstand einige Jahre vor »Pierrot lunaire«. Richard Dehmels Gedicht »Verklärte Nacht« ist die programmatische Vorlage für die spätromantische, mit großem Pathos angefüllte Komposition. Dehmels Gedicht beschreibt die inneren Konflikte zweier Menschen, die in einer kalten Mondnacht dahinwandern. Schönberg macht daraus ein nächtliches Stimmungsbild und lässt sowohl die Natur als auch das Gefühlsleben des Paares durch die Musik lebendig werden.


Die Reihe Kammerkonzerte wird gefördert durch die Heinz und Erika Wiggers Stiftung.


Foto © Thorsten Wulff

Konzert
Violine Evgeny Makhtin, Franziska Ribbentrop
Viola Christian Jonkisch, Vera Dörmann
Violoncello Fabian Schultheis, Natalia Schultheis
Flöte Waldo Ceunen
Klarinette Klaus Reichwein
Klavier Bertan Balli
Gesang Wioletta Hebrowska
Musikalische Leitung Panagiotis Papadopoulos