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5. Sinfoniekonzert
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Ouvertüre zu »Die Geschöpfe des Prometheus« op. 43

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur »Eroica« op. 55


Mit diesem Konzert startet der über zwei Spielzeiten angelegte Zyklus aller neun Beethoven-Sinfonien unter Leitung von Stefan Vladar.

Auftakt zu diesem Konzert bildet Beethovens erste Ouvertüre, die 1800/01 im Rahmen der Ballettmusik zu »Die Geschöpfe des Prometheus« entstanden ist. Sie ist noch stark an klassischen Vorbildern wie Mozart orientiert und erinnert etwa an dessen späte Ouvertüre »La Clemenza di Tito«. Gleichwohl handelt es sich bei dieser Musik um einen spritzigen »Vorhangöffner«, der auf den weiteren Abend einstimmt.

Die 1. Sinfonie von Ludwig van Beethoven wurde am 2. April 1800 in Wien uraufgeführt und schließt damit zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein neues Kapitel der sinfonischen Musik auf. Auch wenn in dieser Sinfonie die Vorbilder Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn noch deutlich zu erkennen sind, ist es doch die erste von neun ganz individuell geprägten Einzelwerken und nicht mehr Teil einer ähnlich gearteten Sinfonienserie wie noch bei Haydn. Der Werkbegriff bekommt bei Beethoven eine neue Ausrichtung, das einzelne Kunstwerk wird aufgewertet und bekommt eine unverwechselbare Eigenständigkeit. In der 1. Sinfonie deutet sich diese Entwicklung noch vorsichtig an und so waren die Reaktionen von Anfang an positiv: »Sehr viel Kunst, Neuheit und Reichtum an Ideen.« Die Sinfonie beginnt mit dem gleichen Akkord, mit dem Beethoven auch die Ouvertüre zu »Die Geschöpfe des Prometheus « beginnen ließ. Das Ballett hatte unverhohlen die Französische Revolution und ihren Helden Napoleon gepriesen. Auch die C-Dur-Sinfonie ist von diesem Geist getragen.

Beethovens 3. Sinfonie, die berühmt-berüchtigte »Eroica«, stößt durch ihre Modernität bei der Uraufführung 1805 zunächst auf einiges Unverständnis: Bizarrerien und Regellosigkeiten werden dem Komponisten attestiert, aber nur wenig später heißt es, sie sei die »größte, originellste, kunstvollste und zugleich interessanteste aller Sinfonien«. Beethoven schrieb die Sinfonie, als er den Plan fasste, nach Paris überzusiedeln. Es stand zu erwarten, dass ganz Europa von Napoleon Bonaparte erobert und beherrscht würde und der Komponist wollte, wenn es so weit sei, gleich im neuen Machtzentrum residieren. Nach der Einnahme Wiens und der Schlacht bei Austerlitz war Beethoven Ende 1804 jedoch desillusioniert und zerriss mit den Worten »nun wird Napoleon auch alle Menschenrechte mit Füßen treten« angeblich die vormalige Napoleon-Widmung auf dem Titelblatt.


Foto © Olaf Malzahn

Konzert
So
02/02/20
11.00 Uhr
Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal

Mo
03/02/20
19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal

Dirigent Stefan Vladar