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5. Sinfoniekonzert
Klingende Wellen, stürmische See
Benjamin Britten (1913-1976)
Vier Seebilder aus »Peter Grimes« op. 33a

Max Bruch (1838-1920)
Schottische Phantasie Es-Dur op. 46

Jean Sibelius (1865-1957)
»Die Okeaniden« op. 73

Claude Debussy (1862-1918)
»La Mer«


»Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich in engem Kontakt mit dem Meer«, schrieb Benjamin Britten, der im englischen Lowestoft direkt an der See aufwuchs. »Zu den Erlebnissen meiner Kindheit gehörten die wilden Stürme, die oftmals Schiffe an unsere Küste warfen. « Das Meer als bedrohlich-faszinierende Naturgewalt spielt denn auch in seiner Oper »Peter Grimes« eine wesentliche Rolle. Insbesondere die vier Orchesterzwischenspiele, die Britten separat als »Vier Seebilder« veröffentlichte, vermitteln ausdrucksstark die Vielgestaltigkeit des Meeres, von der zarten Dämmerung über erwartungsvolle Sonntagmorgenstimmung und stillem Mondschein bis hin zum Schrecken des Sturms.

Ins wilde, meerumtoste Schottland der Romane von Walter Scott führt Max Bruchs »Schottische Phantasie« für Violine und Orchester, die 1881 in Liverpool von Joseph Joachim uraufgeführt wurde. Bruch ist zwar nie in Schottland gewesen. Dennoch zeichnet er in seinem Werk überzeugend die herbe Schönheit des Hochlandes und seine bewegte Geschichte nach. Für das Lokalkolorit sorgen vor allem auch mehrere schottische Volkslieder wie »Auld Rob Morris« oder die inoffizielle Nationalhymne »Scots wha hae«, die Bruch in seine Partitur mit einbezog.

Die mythische Seite des Meeres und seine Darstellung als ein lebendiges Wesen unterstreicht Jean Sibelius in seinen »Okeaniden«. Der Titel bezieht sich auf die Meeresnymphen, Töchter des Gottes Okeanos aus der griechischen Mythologie. Das »Rondo der Wellen«, wie der Komponist das Werk nannte, wurde 1914 uraufgeführt und weckt Assoziationen von Morgendämmerung über der See, glitzernden Wellen und Eintauchen in die unergründlichen Tiefen des Meeres.

Die wohl berühmteste Hymne auf das Meer und zugleich eines der wichtigsten Werke des Impressionismus schrieb Claude Debussy mit seinen drei unter dem Titel »La Mer« zusammengefassten sinfonischen Skizzen. Darin versuchte er nicht, den Charakter des Meeres lautmalerisch abzubilden, sondern schuf eine geheimnisvolle Welt wogender Klänge, in der Wind und Meer miteinander in Dialog treten und inmitten eines gewaltig flutenden Klangteppichs den Hörer auf den Grund des Meeres entführen.


Foto © Olaf Malzahn

Konzert
So
04/02/18
11.00 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Mo
05/02/18
19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Dirigent Andreas Wolf
Violine Kirill Troussov