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Romeo und Julia (Ballett)

»Das Premierenpublikum zeigte sich hingerissen von Ivanenkos Interpretation, die sich weniger an den von Shakespeare vorgegeben Clans der Montagues und der Capulets orientiert, die Romeo und Julia das Liebesleben schwer machen, sondern an einer allgemeinen aggressiven Grundstimmung. Leonard Bernsteins ›West Side Story‹ ist da ebenso assoziiert, wie jeder aktuelle Konflikt auf der Welt, der Privates beeinflusst. [...] Das Typische aber ist unverkennbar. Da ist vor allem die Sicht auf Julia, ein junges Mädchen zwischen kindlicher Verspieltheit, pubertärem Aufbegehren und Erwachsenwerden, Balkiya Zhanburchinova interpretiert sie fesselnd. Ebenso packend Amilcar Moret Gonzalez als Romeo, der entschlossen an gesellschaftlichen Schranken rüttelt.«

(shz)

 

 

 

»Ivanenko beweist mit seiner Choreographie, dass man der alten Geschichte immer wieder aktuelle Züge abgewinnen kann. [...] Prokofjews aufwühlende Klänge, adäquat vom Philharmonischen Orchester unter Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri umgesetzt, kommen zur Ruhe, wenn sich die jungen Liebenden zum ersten Mal begegnen. Da stimmen Gefühle und Klänge genau überein. [...] Vor allem aber begeisterten die tänzerischen Leistungen. Balkiya Zhanburchinova ist eine zauberhafte jugendliche Julia, Amilcar Moret Gonzalez ein draufgängerischer Romeo. [...] Schön anzusehen immer wieder auch die Ensembles. Bei der Premiere gab es Szenenapplaus und am Schluss Jubel für die Tänzer, ihren Chef und die Musik.«

(LN)

 

 

 

»Mit kleinen verständlichen Abweichungen holt Ivanenko die berühmteste Liebesgeschichte ins Heute. Dabei bleibt sie klassisches Ballett im besten Sinne - mit all der hohen Körperdisziplin mit fließender Gestik, hohen Sprüngen und Hebefiguren. [...] Wie eine Feder schwebt Balkiya Zhanburchinova als Julia anmutig durch den Raum und über Amilcar Moret Gonzalez, einem Romeo voller Kraft und männlicher Ausstrahlung - ein Liebespaar, wie es anrührender kaum auf die Bühne gebracht werden kann.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»Das Ballett ›Romeo und Julia‹ ist ein Klassiker. Yaroslav Ivanenko schafft immer wieder schöne Bilder. [...] Sanft blau strahlt die Bühnenrückfront. Hoch oben und weit hinten, wie der Welt entrückt, zart und frisch verliebt tanzt Julia. Plötzlich nähert sich unten Romeo. Die Balkonszene. Und dann dreht Romeo, getanzt von Amilcar Moret Gonzalez für sie die schönsten Pirouetten. Im Original bei William Shakespeare tut er dies mit Worten - Hier wird wieder einmal deutlich: Tanz ist auch eine wunderschöne Sprache.«

(NDR)

 

 

 

»Die Frau in Weiß hinterlässt einen starken Eindruck, quasi als Todesengel, so hat man ein einmaliges Erlebnis. Ivanenko kann die Schule von Neumeier nicht verleugnen und lässt alle Ideen bestens zur Geltung kommen, weil er über ein hervorragendes Solopaar und einwandfrei geschultes Corps de Ballet verfügt. Man erlebt Ballett in seiner schönsten Form. Balkiya Zhanburchinova tanzt eine Julia, wie man es kaum besser erleben kann. Federleicht schwebt sie über die Bühne und im Pas de deux werden Hebefiguren zelebriert, die schon ans Artistische grenzen. Ihr zur Seite Amilcar Moret Gonzalez als Romeo. Ein maskuliner Tänzer mit viel Empathie. Große Körperbeherrschung und einfühlsame Mimik zeichnen ihn aus. Die beiden Freunde Mercutio (Shori Yamamoto) und Benvolio (Shizuru Kato) setzen weitere Höhepunkte. Sie verfügen über eine Sprungkraft, die außerordentlich ist. Den von Julia verschmähten Graf Paris tanzt Didar Sarsembayev, der schauspielerische Talente aufweist. Die Amme der Viola Crocetti-Gottschall, der Tanzlehrer (Shizuru Kato) und das Ehepaar Kritzinger als Eltern der Julia runden das Tanzerlebnis ab.«

(unser Lübeck)

 

 

 

»Die Premiere wurde ein voller Erfolg. [...] Einige neue Figuren, etwa die ›Frau in Weiß‹ (Saya Komine), fügen sich nahtlos ein. [...] Als Gräfin und Graf darf man in Lübeck ein Wiedersehen mit Caroline und Johannes Kritzinger feiern. Bei solchen Szenen ist viel Personal aufgeboten [...] Hinreißend getanzt werden die Hauptpartien. [...] Die Lübecker Philharmoniker unter Leitung von Ryusuke Numajiri spielten kräftig auf, unterlegten die Balkonszene mit ganz innigen, lyrischen Klängen. Man sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen.«

(Lübeckische Blätter)