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Odysseus

»Die Taschenoper Lübeck präsentiert eine beeindruckende ›Odysseus‹-Inszenierung. [...] Neben der Musik von Monteverdi erklang eine Komposition von Katia Tchemberdij, die bereits viele Filmmusiken und auch eine Kinderoper geschrieben hat. Das passte erstaunlich gut zusammen. [...] Dem Publikum bereiteten diese modernen Klänge ebenso Freude wie Claudio Monteverdis Madrigale. [...] Odysseus und die Seinen erleben Abendteuer um Abendteuer. [...] Kindgerecht aufbereitet ist dieser antike und doch zeitlose Stoff, wunderbar in Bilder umgesetzt. Und musikalisch haben die fünf Instrumentalisten und die sieben Sängerinnen und Sänger viel zu bieten. Allen voran Aurélie Franck, die eine hinreißende Penelope gibt. Titus Witt ist ein mächtig dröhnender, aber dennoch gutherziger Odysseus, Julian Metzger überzeugt nicht nur als Sänger, sondern auch als Barockposaunist. Die Figurenspielerin Pauline Drünert setzt mit ihren Puppen immer wieder wichtige Akzente. [...] Musikalisch beeindruckend, längst nicht nur für Kinder.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Alle Welt redet von Flüchtlingen. Wohin mit ihnen? Gibt es bei uns überhaupt Platz für sie? Und wer soll Essen und Unterkunft bezahlen? Das Taschentheater Lübeck verbindet dieses Thema mit einer Jahrtausende alten Geschichte. [...] Dass die Fahrt auch ziemlich lustig wird, dafür hat Margrit Dürr, Chefin der Taschenoper Lübeck, gesorgt, die die Geschichte der Abenteuer des griechischen Helden Odysseus ein bisschen umgedichtet hat. Zusammen mit alter Musik von Claudio Monteverdi und neuer Musik der Komponistin Katia Tchemberdij ist ein Stück für Zuschauer ab sechs Jahren entstanden, das nun im Theater Lübeck zu erleben ist. Odysseus liebt Abendteuer. In dieser Geschichte in der König nach vielen Heldentaten gerade erst zu seiner Frau Penelope auf seinen Thron zurückgekehrt. [...] Und es gibt viel zu sehen: Eine Figurenspielerin führt Fische, einen Schmetterling und einen Riesenkraken durchs Spiel.«

(Stormarner Tageblatt)

 

 

 

»Welch ein Wurf: Mit ›Odysseus‹ bringt die Taschenoper Lübeck in den Kammerspielen ein Musiktheater für Kinder ab sechs und Erwachsene - die Uraufführung begeisterte. [...] Nie wird ein Zeigefinger sichtbar, denn Sascha Mink ist ein Regisseur, der mit genauem Blick und gestaltender Hand die Augen und Ohren aufs Wesentliche lenkt. Die optische Seite entspricht der akustischen vollauf. Der Renaissance-Klang von Claudio Monteverdi packt unmittelbar ebenso wie die modernen, fürs Unheimliche zuständigen Einschübe von Katia Tchemberdji. Das Musikalische hat Julian Metzger geschickt konzipiert und kombiniert. Mit der ›lautten compagney Berlin‹ ist aber auch ein Spitzenensemble mit auf der Bühne, das auf seine Kunst hinzuhören zwingt - dieses Quintett auf alten Instrumenten ist allein den Besuch wert. [...] Titus Witt heischt mit seinem sonoren Bassbariton alle Aufmerksamkeit, Aurélie Franck (Penelope) besticht ebenso mit feinem Sopran wie Karen Rettinghaus (Circe) und das Männerterzett der Gefährten: Neben Philipp Neumann und Tobias Hagge erheitert Julian Metzgers Komik in Koloraturen und als Posaunist.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

Pressestimme der Premiere im Radialsystem Berlin am 05/11/16

 

»[...] Höchst charmant die Inszenierung von Sascha Mink, in der Odysseus inmitten zerrender Sirenen im Dreieck tanzt und der hungrige Polyphem als leerer Miele- Kühlschrank mit Fußballschuhen erscheint (und vergebens Bosch und Siemens gegen Niemand zu Hilfe ruft). Schön das elegant eingefügte Figurenspiel von Pauline Drünert. Die Inszenierung übergeht exzessive Grausamkeiten der Odyssee, etwa das Massaker an den Freiern oder die Blendung Polyphems, die hier nur dezent angedeutet wird; so dass die Aufführung guten Gewissens für Kinder ab sechs zu empfehlen ist. [...] das von Daniel Trumbull am Cembalo geleitete fünfköpfige Ensemble der lautten compagney [ist] nur zu loben. Die Verbindung von Madrigalen aus Claudio Monteverdis ›Il ritorno d'Ulisse‹ mit neuer Musik von Katia Tchemberdji funktioniert wunderbar. Spielerisch vorgestellte barocke Affektfiguren (Angst, Wut) treffen auf pulsierende, vibrierende, treibende instrumentale Zwischenspiele der russischen Komponistin, in denen der historische Zink plötzlich wie eine Jazztrompete klingt. [...] Stilsicher und durchweg auf gutem Niveau sind die Sänger, voran der Bariton Titus Witt als Odysseus und die Mezzosopranistin Aurélie Franck als Penelope. Wunderbar, wenn sich ihr Liebesduett mit den Stimmen der Kinder mischt, die mitsingen dürfen [...]«

(Hunder11- Konzertgänger in Berlin)

 

 

 

»In der fantasievollen Ausstattung von Katia Diegmann kommen die Zyklopen als gefräßige Kühlschränke daher, und Polyphem wird das eine Auge einfach mit einem Vorhängeschloss zugesperrt. Sehr schön Odysseus' Prachtgewand, die Flattertuniken der anderen. Ein Riesenspaß, zumal Regisseur Sascha Mink die Protagonisten tempo- und gestenreich agieren lässt, nie szenischer Leerlauf entsteht. Verstärkt wird der visuelle Eindruck durch das Figurenspiel von Pauline Drünert. Julian Metzger hat geschickt Episoden aus Monteverdis frühbarocker Musik arrangiert [...] Bei düsteren Wendungen montiert er moderne Klänge der russischen Komponistin Katia Tchemberdji bruchlos ein. Eine ungewöhnliche Hörerfahrung für das junge Auditorium, doch keinerlei Problem. Großartig breitet die lautten compagney BERLIN mit Violine, Zink, Theorbe, Gambe und Cembalo die instrumentale Klangsubstanz aus, eine führende Formation mit Feinsinn und Originalität. Spielwitz, Fantasie und souveränen Wandlungsreichtum bringen die sechs Darsteller auf die Bühne. Titus Witt ist ein bestimmender Odysseus, dessen Bassbariton kraftvoll strömt, Aurélie Franck eine couragierte Penelope mit apart schweifender Sopranstimme. In die Rolle der frechen Circe schlüpft Karen Rettinghaus, auch vokal überaus präsent. Alle möglichen Charaktere - Sirene, Zyklop, Gefährte - verkörpern glänzend Tobias Hagge, Philipp Neumann und Julian Metzger, der zudem mit seiner Posaune Streiche spielt. Es gab Riesenbeifall des jungen Publikums.«

(Lübeckische Blätter)