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Der fliegende Holländer

»Stimmlich herausragend war Miina Liisa Värelä als Senta, die differenziert und mit großer Stimmfülle ihre Partie meisterte. Auch darstellerisch wirkte sie überzeugend. Eine Luxusbesetzung in der kleinen Rolle der Mary war Wioletta Hebrowska, die Wandelbarkeit ihrer Stimme verblüfft immer wieder. […] Der von Jan-Michael Krüger einstudierte Chor hingegen sang prächtig und agierte mit Elan und Ausdruckskraft. In seiner letzten Opernproduktion als Lübecker Generalmusikdirektor bot Ryusuke Numajiri eine der besten Leistungen seiner Amtszeit. […] Numajiris schnelle Tempi passten zu Wagners Partitur.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Wer diese Oper in einer in sich schlüssigen, modernen Inszenierung mit einer herausragenden Besetzung erleben will, muss nicht nach Bayreuth pilgern: Lübeck kann hier musikalisch durchaus gleichziehen. [...] Getragene, spannungsgeladene Tempi, ließen einen Wagnerklangteppich entfalten, der seines gleiches sucht: grandios. Wie immer beeindruckend: Chor und Extrachor des Theaters Lübeck. [...] Taras Konoshenko war als Daland hervorragend. Sein schöner, gut geführter Bass war nahezu die Idealbesetzung [...] Mit ihrem eher dunkel timbrierten Sopran, gestaltete die finnische Sopranistin Miina Liisa Värelä, als Gast des Hauses, eine hochdramatische, mitreißende Senta, die auch in den Pianopassagen zu überzeugen wußte. [...] Der Tenor Daniel Jenz war somit fast ständig auf der Bühne präsent. Gesanglich und auch darstellerisch war er an diesem Abend einmal wieder grandios. [...] Wioletta Hebrowska war als Mary in einer Klasse für sich; selten wird diese Partie so hochkarätig besetzt. [...] Am Ende: großer Jubel und Anerkennung für eine musikalisch überaus gelungene Premiere; auch für die Regie [...] Ein spannender und gelungener Opernabend!«

(Ihr Opernratgeber)

 

 

 

»Wunderbar, kräftig und schwungvoll erklingt es aus dem Graben des Theater Lübeck. Der scheidende Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri leitet das eindrucksvoll klingende philharmonische Orchester Lübeck mit Präzision, großer Wucht, schillernden Farben und wunderschönen leisen Nuancen. […] Taras Konoshchenko, hauseigener Bass lässt hier zum ersten Mal seine prächtige, sonore Stimme erklingen. Daniel Jenz, der von Lübeck nach Kassel wechselnde Tenor, singt präzise, höhensicher und wohlklingend einen großartigen Steuermann. […] Oliver Zwarg, der heute sein Holländerdebut am Theater Lübeck feiert, lässt hier seine großartige farbenreiche mit schöner Schwärze abgedunkelte Stimme erstmalig erklingen […]. Zur Ballade steigt Senta in der Wanne auf und lässt ihrer fantastischen Stimme freien Lauf. Miina Liisa Värelä, finnischer Gast am Hause, hat alles was eine hervorragende Senta haben muss. Einen leicht abgedunkelten Sopran mit schwindelerregender Sicherheit in allen Registern. Zu Recht wird sie später vom Publikum mit Ovationen gefeiert. […] Heiko Börner gibt einen soliden, kraftvollen Heldentenor. […] Das Publikum feiert die musikalische Leistung mit frenetischem Beifall für alle Beteiligten. Das Konzept von Aniara Amos und ihrem Dramaturgen Alexander Meier-Dörzenbach stößt auf einige Gegenwehr aber auch zustimmenden Applaus. Ein aufregender, spannender und neue Perspektiven aufzeigender Abend. Eine Reise nach Lübeck ist es allemal Wert.«

(IOCO-Kultur im Netz)

 

 

 

»Konoschenko jedoch kommt mit gewohnt kraftvollem Bass. Heiko Börner gibt einen soliden unglücklich verliebten Jäger. In einer seiner letzten Partien als Ensemblemitglied trumpft Daniel Jenz (Steuermann) auf, und fast schon schamlos überbesetzt ist die kleine Partie der Amme mit Violetta Hebrowska. Zu erleben ist vor allem eine überragende Miina Liisa Värela, die der Senta tiefen Zweifel ebenso in die Stimme zu legen vermag wie kindlichen Gehorsam. Lauten Beifall gibt es schließlich auch für Ryusuke Numajiri [...].«

(shz)

 

 

 

»Lübeck hat wieder reichlich Operngesprächsstoff. Denn in Richard Wagners „Der fliegende Holländer" feuert Aniara Amos eine psychologische Breitseite auf die Machos. [...] So krempelt Aniara Amos die Oper um, so werden die Traditionalisten im Publikum gehörig provoziert. [...] Dieses Konzept ist durchaus nachvollziehbar. [...] Eine solch synchrone Orchesterbrisanz und -rasanz, ob bei Bläsern oder Streichern, gibt es nicht alle Abende. Auch die Chorsegel lässt Jan-Michael Krüger sich rein und prall blähen. [...] Nur der Steuermann hat einen besonderen Stellenwert: Ihn lässt Aniara Amos als harlekinesken Sensenmann über die Bühne geistern, darunter sich Daniel Jenz verbirgt und ein vokales Glanzstück abliefert. Beide Tenöre, sonst eher stiefmütterlich besetzt, sind in dieser Produktion spitze, auch Heiko Börner (Erik) mit etwas rustikaler, aber kraftvoller Wagner-Höhe. Wioletta Hebrowska gibt der Amme Mary warme Fülle.«

(Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»In der Inszenierung Aniara Amos steht im Theater Lübeck die Beziehung zwischen Senta und ihrem Vater, der sie dem fliegenden Holländer gegen einen großen Schatz eintauscht: Das Kind als Wertgegenstand - zu gebrauchen und zu verkaufen. Dieser Missbrauch wird deutlich auf der Bühne gezeigt, ohne jedoch geschmacklose, zu reale Bilder zu nutzen. Aniara Amos, die Regisseurin, ist gleichzeitig für Kostüme und Bühnenbild verantwortlich. Besonders eindrücklich: das Geisterschiff des Holländers, das vor einem blutroten Hintergrund mächtig von oben in den Theaterraum fährt. Insgesamt ein Abend, der Grusel verspricht und hält.«

(Ultimo)

 

 

 

»Miina-Liisa Värelä ist eine großartige Senta. Mit warmem, schön abgetöntem Soprantimbre und großer Strahlkraft ist sie ein Glanzpunkt der Aufführung. [...]Buffonesk, verschlagen, an der Grenze zur Karikatur gibt Taras Konoshchenko den Kapitän Daland. Als grinsender, dandyhafter Tod geistert Daniel Janz in der Rolle des Steuermannes über die Bühne, mit fein fließendem, leuchtendem Tenor. Heiko Börner (Erik) erscheint als grüner Jäger und gestaltet erfreulich die Traumerzählung. Eine veritable Luxusbesetzung ist Wioletta Hebrowska als Mary, Sentas Amme, die in der Inszenierung zu Gemeinheiten fähig ist. Die Chöre (Einstudierung Jan-Michael Krüger) operieren an der Grenze zur revuehaften Karikatur, besonders im Spinnlied mit den biedermeierlich kostümierten Damen, klatschsüchtig und neidisch. Kraftvoll fluktuieren die Matrosenchöre.«

(Lübeckische Blätter)

 

 

 

»Nothing left to do but close one's eyes and listen. And there was plenty to hear. The strongest point of the cast turned out to be Maida Hundeling in the part of Senta - a beautiful, dark soprano of powerful volume, with a wonderfully open top register and broad legato. [...] On the other hand, it had been a long time since I had heard such a good Daland (Taras Konoshchenko), gifted with a bass of extraordinary beauty, but at the same time flexible and deployed fluidly enough to bring out all of the expected and less-expected ‘Weberisms' from this part. Bravos for Wioletta Hebrowska, who was able to restore at least a bit of believability to the character of Mary with her excellent vocal craft. A solid performance was turned in by Daniel Jenz, [...], his tone was cultured and nicely rounded in the top register. [...] Negus - after barely a few days of rehearsals with the local philharmonic - put the whole thing together into an extraordinarily convincing narrative, captivating in its energy and rhythm from the first measures of the overture. The sharp staccati of the strings, the ‘wind' of the flutes blowing up a storm in the rigging, the thundering tympani, juxtaposed a moment later with the heartbreaking lyricism of the redemption motif - all of this confirmed yet again the class of this extraordinary conductor, who reads every score like a novel, not as a collection of musical sentences masterfully composed but empty in expression. [...] Negus' reading of Holländer had a surprisingly large dose of Meyerbeerian horror, accentuated by skillful diversification of the orchestral textures and colours.«

(atorod.pl)