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Ariadne auf Naxos

»Was für ein Theater: Mit ›Ariadne auf Naxos‹ sind die Lübecker gestern in die neue Spielzeit gestartet [...]. Die von Aurelia Eggers inszenierte Oper [...] ist komisch, ohne albern zu sein, ohne Getöse dramatisch, aufwändig, aber nicht pompös [...]. Es ist dieses scheinbar unversöhnliche Nebeneinander von U(nterhaltung) und E(rnst), auf das Aurelia Eggers in ihrer Inszenierung den Fokus legt. [...] Die Mischung macht's schließlich. [...] 17 singende und sprechende Darsteller tummeln sich auf der Bühne. [...] Die Bühne zeigt sich drehend von allen Seiten. Damit ist diese ›Ariadne‹ auch optisch eine Sache mit vielen Facetten.«

(shz)

 

 

 

»Optisch hatte der erste Teil einiges zu bieten. Die Kostüme von Veronika Lindner waren fantasievoll und für hiesige Verhältnisse geradezu opulent. [...] Mit Andrea Stadel, Annette Hörle als Gast und Evmorfia Metaxaki stand der Regisseurin eine Luxus-Nymphen-Besetzung zur Verfügung. [...] Gabriela Scherer als Ariadne [...] verfügt über einen warm und fraulich timbierten Sopran, dem man die Anstrengung nicht anmerkte. [...] Die neu ins Ensemble gekommene Emma McNairy ist nicht nur eine wunderbare und durch ihre Frische und Beweglichkeit überzeugende Darstellerin, sie ist auch gesanglich auf der Höhe. [...] Man kann hören, welch riesengroßes Potenzial in ihr steckt. Herausragend als Komponist war wieder einmal Wioletta Hebrowska. Diese Partie ist exponiert, Wioletta Hebrowska gelangen auch die höchsten Töne elegant und sicher. Als Musiklehrer brillierte Gerard Quinn, in der Sprechrolle des Hofmeisters beeindruckte Steffen Kubach. [...] Das Publikum bejubelte die Sängerinnen und Sänger [...].«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»War in der jüngsten Vergangenheit der Zauber einer Premiere am Theater Lübeck eher von den Sängern ausgegangen, durfte man sich dieses Mal vor allem an einer vorzüglichen Orchesterleistung berauschen. Wobei Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri in Richard Strauss‘ überaus vielschichtiger ›Ariadne‹ sicher für jeden Musikgeschmack etwas zutage gefördert haben dürfte: In aufgeblähter [...] und dennoch wohltuend geerdeter Manier zelebrierten er und das Orchester die immer wieder ekstatisch und überschäumend in den Saal hereinbrechende Klangwogen, versahen beide die vielen zarten und zu Herzen gehenden Momente mit wohldosiertem Schmelz und elektrisierten durch einen kaleidoskopisch-funkelnden Parlando-Stil im Vorspiel - wobei die einzelnen Instrumentengruppen teilweise auf dem Silbertablett serviert wurden. [...] Insgesamt eine Wohltat war Gabriela Scherer, die Ariadnes Leiden in der Oper vokal wie körperlich überaus eindrucksvoll auszudrücken wusste. Es war von Anfang an eine große Freude, der sehr auf Textverständlichkeit und Sinnhaftigkeit bedachten Sängerin, die eine vollmundige und aparte Stimme ihr Eigen nennen darf, zuzuhören, und die am Ende für ihre Leistung zu Recht mit den meisten Bravorufen bedacht wurde. Gekonnt [...] gab Erik Fenton mit heldenhaftem Gesang einen äußerst versierten Bacchus, der gemeinsam mit der Sopranistin und der unwiderstehlichen Musik Richard Strauss‘ dem Publikum ein mehr als prächtiges Finale bescherte. [...] Weitere Lichtblicke waren vor allem der südkoreanische Bariton Johan Hyunbong Choi als sehr geschmeidig singender Harlekin, Daniel Jenz (Tanzmeister), Manuel Günther (Scaramuccio), Taras Konoschenko (Truffaldin) sowie das Nymphen-Trio Andrea Stadel (Najade), Annette Hörle (Dryade) und Evmorfia Metaxaki (Echo). Sie alle bewegten sich in Aurelia Eggers‘ Inszenierung äußert flüssig und wohltuend sinnerfüllt - eine Personenregie, die dem Begriff alle Ehre machte.«

(das Opernglas)

 

 

 

»[...] die Schweizerin Gabriela Scherer in der Titelrolle [...] lieferte eine beeindruckende Leistung, mit aufblühendem Sopran, Schmerz und Sehnsucht ausdrückend. Lübecks Opernfreunde waren gespannt auf die neu ans Haus verpflichtete Amerikanerin Emma McNairy. Ihre Zerbinetta hatte nicht nur Witz und Spiellaune. Sie erhielt minutenlangen Szenenapplaus nach der halsbrecherischen Arie ›Großmächtige Prinzessin‹. Den Gott Bacchus sang Erik Fenton mit heldentenoraler Wucht. (...) Die Sprechrolle des Haushofmeisters war bei Steffen Kubach in guten Händen. Gerard Quinn gab dem Musiklehrer stimmliche Prägnanz. Wioletta Hebrowska brillierte in der Hosenrolle des Komponisten. Der Tenor von Daniel Jenz (Tanzmeister) sprach tadellos an. Das Trio der Trösterinnen auf der Insel (Andrea Stadel, Annette Hörle, Evmorfia Metaxaki) konnte sich ebenso hören lassen wie das Quartett der lustigen Figuren (Johan Hyunbong Choi, Manuel Günther, Taras Konoshchenko, Matthias Koziorowski).«

(hl-live)

 

 

 

»Geboten wurde ein Fest der schönen Stimmen. Mit [...] Mitgliedern des Opernensemble, des Internationalen Opernelitestudios und als Gast der Schweizerin Gabriela Scherer in der Titelrolle und den hier schon bekannten Erik Fenton als Bacchus. Gabriela Scherer errang einen großen Erfolg mit der wunderbaren Interpretation dieser Rolle, sie lotete alle Facetten und Aspekte mit ihrer farbenreichen Stimme und beeindruckender Bühnenpräsenz aus. [...] Für die reizvolle musikalische Auseinandersetzung mit der Musik eines Richard Strauss ist Generalmusikdirektor Ryusuke Numajiri verantwortlich [...]. Das Premierenpublikum ist begeistert und feiert alle Beteiligten mit lang anhaltendem Beifall.«

(Der Merker online)

 

 

 

» ›Ariadne auf Naxos‹ ist ein Fest für Operngourmets. [...] Aurelia Eggers führt durch die Außen- und Innenleben der Figuren mit Fingerspitzengefühl. [...] Was Strauss an kammermusikalischen Finessen in dieser ›Ariadne‹ komponiert hat, stellt Interpreten vor Probleme - nicht aber Ryusuke Numajiri und die Lübecker Philharmoniker. [...] Klangbild und Balance, süffige Tutti-Melodik im Finale kommen dem Strauss Ideal ganz nah-ebenso in allen Instrumentengruppen das kapriziöse Filigran, das den Figuren auf die Sprünge hilft. [...] Emma McNairys Koloraturen trillern superleicht in höchste Regionen, die das Publikum ebenso bewundern lassen, wie ihre Akrobatik. Alle Register öffnet in der nicht minder schweren Partie des Komponisten Wioletta Hebrowska: In darstellerischem und sopraneskem Furor spiegelt sie allen Zorn über die Missachtung der Musik. [...] Ariadne: Die Tragödin als Sinnbild der Treue erhält solch Zuneigung, dass Gabriela Scherer gar nicht anders kann, als ihrem lyrischen Sopran voller Wärme strömen zu lassen. [...] Das große Personal vom stapfenden Erik Fenton bis zur wirbelnden Emma McNairy bevölkert so lebendig die Szene, dass das Publikum kaum gewahr wird, wie Andreas Wilkens die (Dreh)Bühne mit wenig Aufwand bewegungsfördernd gestaltet hat. Augenfällig sind Veronika Lindners typgerechten bunte Kostüme. ›Es kommt ein Reich‹ jubiliert Zerbinetta in ihrer großen Arie - das Premierenpublikum bejubelt den Auftakt der Opernsaison, wahren Ohren-und Augenschmaus.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»[...] Aurelia Eggers eine großartige Sängerschar zu Verfügung, die die Schwierigkeiten der Partitur mit Bravour meistert, auch schauspielerisch imponieren kann. Im ersten Teil ist es vor allem Wioletta Hebrowska, die als Komponist begeistert. Erneut präsentiert sie sich nach ihrem Glanzaufritt als Rosenkavalier jetzt in einer zweiten Hosenrolle als großartige Sängerin und Darstellerin von Strauss-Partien. Ebenso herausragend ist die Ariadne der Gabriela Scherer mit einer wunderbar warmen Stimme. Seelenvolle Wendungen hat Richard Strauss für sie, und sie veredelt sie noch mit ihrer Stimme. In der dritten großen Partie, der der Zerbinetta, stellte sich die Amerikanerin Emma McNairy als neues Ensemblemitglied vor. Mit ihren halsbrecherischen Koloraturen in ihrer Arie ›Großmächtige Prinzessin‹ begeisterte sie das Publikum und erhielt minutenlang Szenenapplaus. Bei den Männern glänzt der kraftvolle Tenor Erik Fenton als Bacchus. Seiner Stimme wird alles abverlangt. [...] Neben der Ariadne und dem Bacchus waren alle Rollen mit Ensemblemitgliedern besetzt. Das zeugt von dem hohen Niveau des Lübecker Theaters.«

(unser Lübeck)

 

 

 

»Das gesamte Werk lebt von Kontrasten: Vorspiel und Oper, Trauer und Freude, Gesang und Schauspiel, Treue und Femme fatale, Gefühl und Klamauk. Ein Opernabend, inszeniert von Aurelia Eggers, der sowohl dem Spielopern- als auch dem Oper-seria-Publikum gefallen dürfte.«

(Ultimo)

 

 

 

»[...] Grotesk zeigen sich im Vorspiel die Männerrollen: Daniel Jenz als Tanzmeister; das Buffoquartett Johan Hyunbong Choi, Manuel Günther, Taras Konoshchenko und Raphael Pauß; dazu Grzegorz Sobczak. Als Musiklehrer liefert Gerard Quinn ein Kabinettstück. Veronika Linders Kostüme, ein Stilmix zwischen modern und schrill, laden die Atmosphäre grell auf. Im Zentrum des Vorspiels steht der Komponist, ernst, verantwortungsbewusst, von Skrupeln geplagt. Wioletta Hebrowska verleiht der Hosenrolle eine phantastische Intensität, die alles andere in den Schatten stellt. Ekstatisch strömt ihr schöner Mezzosopran in allen Farben - eine Hymne an die Musik und das künstlerische Ethos. [...] Gabriele Scherers Sopran strömt üppig, schwingt superb, vor allem in der todessüchtigen Soloszene ›Es gibt ein Reich‹. Ihr Nymphentrio (stimmlich sehr schön: Andrea Stadel, Annette Hörle, Evmorfia Metaxaki) sorgt fürs Nötige [...]. Emma McNairy als Zerbinetta lässt die Trillerketten perlen, fegt glanzvoll durch die Koloraturen - ein wahres Glitzerkunstwerk in ›Großmächtige Prinzessin‹ [...]. Erik Fenton meistert die unangenehm hohe Tenorpartie kraftvoll [...]. [...] die Musik malt eine Apotheose, die Musikdirektor Ryusuke Numajiri mit dem gut klingenden Kammerorchester der Philharmoniker süffig ausmalt. [...] Insgesamt erlebte man einen vokal und darstellerisch brillanten Saisonbeginn.«

(Lübeckischen Blätter)

 

 

 

»[...] Das Zentrum liegt in der Auseinandersetzung zwischen Kunst und Mäzentum, den Mittelpunkt bildet Wioletta Hebrowska als Komponist, so aus dem Vollen gesungen hört man das selten, bis an die Grenzen der Extase lotet die Mezzosopranistin die Hymne an die Musik aus. Mit Steffen Kubach hat man die Sprechrolle des Haushofmeisters besetzt, der Sänger macht das so vortrefflich in Diktion und Impertinenz, das er den Gegenpol bildet. Als vermittelnder Musiklehrer gibt Gerard Quinn auf ganz hohem Niveau, diese oft mit Utilitès besetzte Partie. Emma McNairy gibt ihre Visitenkarte als neues Ensemblemitglied gleich mit der schwierigen Partie der Zerbinetta ab, ein eher leichter Koloratursopran von soubrettenhaftem Zuschnitt, das Vorspiel gelingt mit artistischem Gesang und ebensolcher Gestik ganz vortrefflich, [...]. Die Kleinpartien sind vortrefflich besetzt, besonders der substanzreiche Tenor von Daniel Jenz gefällt, aber auch Grzegorz Sobczak als Perückenmacher sticht mit kernigem Bariton hervor. [...] Gabriela Scherer als Ariadne [...] überzeugt mit satter Stimme und leichtem Höhentremolo [...] Begleitet wird sie von ihren Reisegefährtinnen, Andrea Stadel, Annette Hörle und Evmorfia Metaxaki bilden ein sehr homogenes Nymphentrio voller Wohlklang. [...]«

(der Opernfreund)