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Herz der Finsternis

»Regisseur Gernot Grünewald legt den Finger in die Wunde, schonungslos schockierend: Die Gier des Menschen zieht sich bis heute durch die Geschichte des Kongos, und durch das Stück. Gernot Grünewald hat die Inszenierung zusammen mit den Schauspielern entwickelt. Die Novelle Herz der Finsternis sei extrem untheatralisch, sagt der Regisseur. [...] Es sei schwierig, die Erzählung auf die Bühne zu bringen. Herausgekommen ist ein beeindruckendes, abwechslungsreiches, erschreckend aktuelles Stück. [...] Die Zuschauer kommen nachdenklich und erschüttert aus dem Theater. [...] Beklemmend, aktuell und wichtig. [...] Eine außergewöhnliche und lohnenswerte Reise in den Kongo.«

(NDR)

 

 

 

»Die düstere Collage aus Worten, Bildern und Geräuschen zieht die Zuschauer im Jungen Studio in Bann, verstört sie und zwingt ihnen eine Auseinandersetzung mit der Ausbeutung Afrikas auf. Robert Brandt, Matthias Hermann und Henning Sembritzki liefern auf der Bühne eine starke Leistung ab. Sind sie Schauspieler? Eher sind sie Rezitatoren, Geräuschemacher, Bühnen- und Maskenbildner in einem. [...] Das Ergebnis ist eine aufwühlende Konfrontation mit dem Kontinent, dessen Einwohner noch immer unter dem Rohstoffhunger der restlichen Welt zu leiden haben. Lübecks ›Herz der Finsternis‹ enthält kaum Dialoge, kaum Schauspiel - und ist doch eine wortgewaltige Inszenierung.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

 

»Gernot Grünewald (Text und Regie) schiebt in den romanhaften Bericht von Joseph Conrad mit den Zuständen aus Leopolds Zeiten Schilderungen über Mobutus Schreckensherrschaft sowie Angaben zur gegenwärtigen Lage. Den drei Themenkomplexen entspricht der dreigeteilte Raum von Ausstatter Michael Köpke. [...]. Die drei Darsteller sprechen am Anfang gleichzeitig ihren Publikumsabschnitt an. Bald aber werden mit Hilfe von Film- und Videoeinblendungen die Zuschauer aller Räume gemeinsam ›ins Bild gesetzt‹. Selten erklingt Musik, die, genau wie die vorüberziehende Flusslandschaft oder die Geräusche der Vögel deutlich machen, dass die Welt schön ist beziehungsweise schön sein könnte. Wenn der Mensch sich jedoch als ›böses Tier‹ entlarvt, verfliegt jede Hoffnung. Robert Brandt, Matthias Hermann und Henning Sembritzki teilen sich die Texte, sprechen, interpretieren intensiv. Das gilt sowohl für die Originalzitate aus dem Roman von Conrad als auch für politische Ergänzungen und Tatsachenberichte. Das Ergebnis ist eine überaus dichte, packende Schilderung. Der Beifall des Premierenpublikums war überaus herzlich.«

(Hl-live)

 

 

 

»Wie Echos oder Erinnerungen legen sie sich übereinander: Bilder, Töne, Zeiten. [...] Zu Bildern einer Ausbeutung fügt sich beklemmend Gernot Grünewalds ›Herz der Finsternis‹ im Jungen Studio am Theater Lübeck. [...] Auch wenn der Wille zur Aufklärung hier und da stark in den Vordergrund drängt - Grünewalds Bühnencollage funktioniert auf vielen Ebenen und kommt auch der Stimmung von Conrads dunkel flirrender Novelle ganz nah.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Die Erzählung Conrads, die in der Zeit des Kongo-Freistaats spielt, verknüpft er [Grünewald] dabei mit den Nachwirkungen der Kolonialisierung - und trifft ins Herz der Gegenwart, auch der norddeutschen. [...]. Es ist ein geglücktes Experiment, [...]. Der Weg ins ›Herz der Finsternis‹ führt über alle Sinne. Zur Moralpredigt wird die Reise nie, das macht sie groß.«

(shz)

 

 

 

»Daraus wird [...] ein Dokumentarstück, das bei der Premiere im Jungen Studio einen starken Eindruck machte. [...] Neunzig Minuten leben vom Wechselspiel von Sprache und Bild. [...] Dieses Stück ist eine Parabel über den skrupellosen Missbrauch von Macht und dem daraus resultierenden Verlust aller Menschenwürde. [...] Grünewald gelingt eine Collage aus Sprache, Aktion und Video von dramatischer Aussage, die den Zuschauer mehr und mehr packt. [...] Robert Brandt, Matthias Hermann und Henning Sembritzki sind gefordert im Vernetzten von Text und Technik - sie fesseln mit Sprache und Aktion. Bei der Premiere wurden sie ebenso mit langem Beifall bedacht wie Gernot Grünewald, Michael Köpke (Ausstattung) und Jonas Plümke (Video-Programmierung).«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»Es entstand eine Textsammlung, eine Collage. Mit den von ihm [Gernot Grünewald] [...] gesammelten Materialien zur Kolonialgeschichte geht er frei und phantasievoll um. Leitmotivisch werden immer wieder bestimmte Wörter aufgegriffen: Grausamkeit und Gewalt, Kolonialismus, Kannibalismus und Eroberungen. [...] Grünewald reduziert diesmal die Zahl der Schauspieler auf drei: Henning Sembritzki, Matthias Hermann und Robert Brandt füllen die Bühne aussagestark. Das lebendige Bühnenbild bietet Paroli. [...] Gernot Grünewald lotet die Abgründe des kolonialen Afrika aus. Licht und Stimmen spielen eine große Rolle. Seine Adaption moderner Technik spricht gerade auch Jugendliche an. [...] Es zeichnet sich ab, welchen Weg das neue Theater gehen wird. Die Grenzen lösen sich auf.«

(Lübeckische Blätter)