Home    Termine    Spielzeit    Ensemble    Theaterpädagogik    Service    Kartenkauf online    Extras    Vorschau 2017/18
Die bitteren Tränen der Petra von Kant

»Begeistert gefeiert: Lucia Bihler inszeniert Fassbinders bittere Tränen der Petra von Kant. [...] eine bemerkenswerte Arbeit, die vom Premierenpublikum begeistert gefeiert wurde [...] Die Qualität der Inszenierung wird ohnehin nicht bei Fragen wie männlich, weiblich, Hetero oder schwul entschieden. Mit zwei Kunstgriffen gelingt es in den Kammerspielen, die Komplexität der Fassbinder-Vorlage herauszuarbeiten[...] Lübeck hat sich nicht nur Bihler leichtfüßig von der drohenden Last dieser großen Namen befreit. Auch dem Bühnenpersonal gelingt es, die Zuschauer in eine frische aufbereitete Fassbinder-Welt zu entführen. Man wünscht sich mehr von Lucia Bihler.«

(Lübeckische Blätter)

 

 

 

»Noch zwei kühne Eingriffe hat Lucia Bihler in Fassbinders Stoff vorgenommen: Sie lässt in dem reinen Frauenstück drei Männer mitwirken, und ihre Hauptperson Petra von Kant ist eine multiple Persönlichkeit. [...] Das Erstaunliche daran ist: Bihlers Mischung aus Stilisierung, Posen und choreografierter Bewegungsartistik, die zuweilen an die radikale Künstlichkeit des Volldampf-Regisseurs Herbert Fritsch erinnert, funktioniert auf das Schönste. Die Mechanik des Spiels offenbart einen Schuss Wahnsinn - und vor allem wird mit Körpersprache ein Maximum an Ausdruck offenbart, trotz der Masken. [...] die Geschichte der Modedame, die sich in eine junge Frau verliebt und sie von sich abhängig machen will [...], nimmt schnell Fahrt auf. [...] Das Ensemble - Susanne Höhne, Monika Oschek, Maike Schmidt, Vincenz Türpe, Jochen Weichenthal und Benjamin Radjaipour (er spielt ausschließlich Dienerin Marlene) - hat dem Stück unter der wundersamen eigensinnigen Regie eine groteske Seele eingehaucht. Ein so erstaunlicher wie frischer Theaterabend.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Es schneit auf abgestorbenes Gehölz. Hier, das zeigt der erste Blick, hat es menschlich Warmes schwer. Doch der Zuschauer darf sich auf die herzerwärmend frische Inszenierung eines modernen Klassikers freuen: [...]. Lucia Bihler stellt nicht eine Petra von Kant auf die Bühne, es ist ein Chor aus fünf Darstellerinnen und Darstellern, mit dem die Regisseurin die Persönlichkeitsfacetten zeigt. [...] Folgerichtig schlüpft jedes dieser Petra-Wesen im Laufe des Stückes in eine eben dieser Rollen - ein geradezu brillanter Regie-Dreh, um die Wechselwirkungen von Individuum auf soziales Umfeld und schlussendlich auf Gesellschaft zu zeigen. [...] In Lübeck hat sich nicht nur Bihler leichtfüßig von der Last dieser großen Namen befreit. Auch dem Bühnenpersonal - Susanne Höhne, Monika Oschek, Maike Schmidt, Vincenz Türpe und Jochen Weichenthal als Petra-Chor und Benjamin Radjaipour als Marlene - gelingt es, die Zuschauer in eine neue Fassbinder-Welt zu entführen.«

(shz)

 

 

 

»Zunächst stellt man mit einiger Verblüffung fest, dass in der Besetzung aus den sechs Frauenrollen des Originals drei Frauen und drei Männer geworden sind. Das Geschlecht sei nicht wichtig, um die Probleme wiederzugeben, die Fassbinder ansprechen wollte, meint die junge Regisseurin Lucia Bihler dazu. Sie inszenierte zum ersten Mal in Lübeck. Man mag skeptisch sein, stellt aber sehr schnell fest, dass es stimmt. Fassbinder wollte kein Stück über lesbische Liebe schreiben, sondern über Machtverhältnisse und Abhängigkeiten, über Besitzgier und Eifersucht, die es in jeder Art von Beziehung gibt oder geben kann. Lucia Bihler hat weitere Kunstgriffe parat. Sie lässt die Mitwirkenden mit Katzenmasken auftreten. [...] Dabei gelingt es den Darstellern, den unterschiedlichen Figuren sogar charakteristische, individuelle Züge zu geben: der entsetzten, an den Konventionen hängenden Mutter (Monika Oschek), der aufgekratzten adligen Freundin (Vincenz Türpe), der pubertierenden Tochter (Jochen Weichenthal), der in ihren Gefühlen schwankenden, trotzdem zielstrebig agierenden Karin (Susanne Höhne). Eindringlich und elegant zudem Maike Schmidt. Die Inszenierung lässt gerade durch die ungewöhnliche ›Verpackung‹ die Allgemeingültigkeit der angeschnittenen Fragen deutlich werden. Das ist das erstaunliche Ergebnis des sehenswerten Theaterabends. [...] Das Premierenpublikum feierte die Darsteller und das Regieteam für eine Inszenierung, die sich auch in Millionenstädten sehen lassen könnte.«

(HL-live)

 

 

 

»[...] eine bemerkenswerte Arbeit, die vom Premierenpublikum begeistert gefeiert wurde. [...] In Lübeck hat sich nicht nur Bihler leichtfüßig von der drohenden Last dieser großen Namen befreit. Auch dem Bühnenpersonal gelingt es, die Zuschauer in eine frisch aufbereitete Fassbinder-Welt zu entführen. Man wünscht sich mehr von Lucia Bihler.«

(unser Lübeck)