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Romeo und Julia
(I Capuleti e i Montecchi)

»Das Wort ›Genuss‹ trifft es in der Tat, denn was sich an diesem Abend an vokalem Schmelz in den Zuschauerraum ergießen sollte, war ziemlich beeindruckend. Mit Evmorfia Metaxaki hatte das Haus eine Giulietta zur Verfügung, die sowohl gesanglich als auch darstellerisch kaum Wünsche offen ließ. [...] Mit cremiger Mittellage, voluminöser Höhe [...] sowie wunderbaren Piani war die Sopranistin eine Ohren- und Augenweide und am Ende neben dem Romeo von Wioletta Hebrowska gefeierter Star der Aufführung. Hebrowska war ihr als burschikoser Hitzkopf eine ebenbürtige Partnerin. Die polnische Mezzosopranistin hatte sich die Hosenrolle völlig zu Eigen gemacht und begeisterte durch ein noch intensiveres Spiel. [...] Bevor überhaupt etwas von den beeindruckenden Leistungen der beiden Sängerinnen zu erahnen war, hatte sich Daniel Jenz als Tebaldo in Szene gesetzt und räumt nach seiner Arie ›E serbato a questo acciaro‹ die ersten Bravorufe ab. Die hatte sich er junge Tenor redlich verdient, wusste er seine Nummer doch mit schönem Legatogesang und strahlend-leichten Höhen zu krönen. Aber auch in den weiteren Szenen war der junge Sänger stets eine sichere Bank. [...] Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck und sein musikalischer Leiter Andreas Wolf hatten sich auf schneidige Tempi eingeschworen. Bei aller mitreißender Dynamik wurde aber auch den elegischen und intimen Momenten wohltuend viel Raum geboten.«

(Das Opernglas) 

 

 

 

»Ein Fest der schönen Stimmen. Ein Triumph der Sängerinnen und Sänger. [...] Was diesen Abend aber zum Ereignis machte, waren Sängerinnen und Sänger, der Chor und das Orchester unter der Leitung des Ersten Kapellmeisters Andreas Wolf. Wie Wioletta Hebrowska (Romeo) und Evmorfia Metaxaki (Giulietta) ihre Solo-Arien und ihre Duette sangen, war von bezwingender Musikalität und betörender Schönheit. Selten erlebt man, dass sich zwei Stimmen derart gut mischen. Der wunderbar dunkel timbrierte Mezzosopran von Wioletta Hebrowska und der hell leuchtende Sopran von Evmorfia Metaxaki ergänzten sich perfekt - das war Belcanto der ersten Güteklasse. Zumal die beiden Damen auch darstellerisch alle Register zogen. Wie Wioletta Hebrowska ihre letzte Arie vor der totgeglaubten Giulietta sang, war Schönheit nicht mehr ganz von dieser Welt. Auch die Herren präsentierten sich in bester Form. Daniel Jenz als Tebaldo gewann immer mehr an Sicherheit in seiner exponierten Partie, er sang die Spitzentöne mit scheinbarer Leichtigkeit. Andrey Valiguras gab den Capellio mit Würde und wohl fundiertem Bass. In der Rolle des Lorenzo bewährte sich Hyungseok Lee. [...] Andreas Wolf gelang ein großer Wurf. [...] Wunderbare solistische Leistungen, samtweiche Blechbläser, singende Streicher - viel besser kann man Bellini nicht spielen. Dirigieren auch nicht [...].«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Ein Sängerfest. Vor allem aber ist diese Oper etwas für schöne Stimmen, und die hört man in Lübeck. Evmorfia Metaxaki als Giulietta (Julia) erfreut mit bestechend sauberen Koloraturen, sicherer Höhe, ist aber auch in verhaltenen Passagen der Trauer und des Todes voll präsent. Wioletta Hebrowska sang den Romeo mit Leidenschaft, sauber in allen Lagen, mit großem Ausdruck. Vor allem passten die beiden Stimmen zusammen. Daniel Jenz als Tebaldo hat etliche Stellen mit großer Höhe zu absolvieren, was ihm ausgezeichnet gelang. Mit ehernem Bass gestaltete Andrey Valiguras den unnachgiebigen Vater Julias [...]. Andreas Wolf dirigierte passioniert, lotete die Partitur vor allem in glutvollen Passagen voll aus.«

(HL live)

 

 

 

»Die Premiere geriet zum rauschenden Kultur-Fest. [...] Es sind fantastische Bilder, die in diesen Kulissen gelingen. Und es ist fantastisches Bühnenpersonal, das diese Kulissen bespielt. Wioletta Hebrowska ist eine Bank. Regelmäßig singt die spielfreudige polnische Mezzosopranistin ihr Lübecker Publikum besoffen. Aber wenn sie in Hosenrollen schlüpft, dann packt sie noch eins drauf. [...] Als Julia besticht Evmorfia Metaxaki mit ihrer klaren Stimme und ihrer ebenfalls ausgeprägten Lust am Spiel, Daniel Jenz stattet den unglücklich verliebten Tebaldo mit berührender Tiefe aus. Zusammen mit einem einmal mehr hervorragend eingestellten Chor komplettieren Hyungseok Lee als Julias Vertrauter Lorenzo und Andrey Valiguras als Capuleti-Chef Capellio die singende Mannschaft. [...] Dort [im Orchestergraben] leitet Andreas Wolf das Geschehen mit sensibler Hand. Denn dass die Stimmen in dieser Belcanto-Oper strahlen können, setzt ein feines Gespür der Musiker voraus.«

(shz)

 

 

 

»Die Premiere im Großen Haus wurde ein vom Beifall umrauschter Erfolg. [...] Obwohl die Bellini-Chöre die Capuleti und Montecchi darstellen, bringen sie den ›Italia!‹ - Freiheitsgedanken des Risorgimento. Das schaffen Lübecks (Männer)-Chor und Extrachor mit Wucht und so präzise, wie Jan-Michael Krüger sie sorgsam einstudierte. [...] Welch Zuversicht auf Glück der Heißsporn Romeo gepachtet hat, macht Wioletta Hebrowska mit erst jungenhafter Beweglichkeit und dann herzzerreißender Trauer anschaulich; und lässt staunen, wie mühelos und weich sie die Ausdrucksskala beherrscht vom tiefen Mezzo bis zu exponierter Höhe. Sie ist der zu Recht gefeierte Star der Aufführung. An ihrer Seite zaudert Evmorfia Metaxaki als Julia zwischen Gehorsamsdruck und Liebessehnsucht und beweist gleich in der ersten Cavatine, wie gut sie ihren helltimbrierten Sopran kontrolliert. Beider Arien und Duette bestimmen den Abend ebenso wie jene von Daniel Jenz (als rachelüsterner Tebaldo) mit der bezwingenden Belcanto-Strahlkraft seines klar geführten Tenors. [...] Hyungseok Lee aus dem Opernelitestudio ist mit weichem Tenor ein zuverlässiger Lorenzo. [...] Die kantablen Soli aber, die Bellini für Horn, Flöte und Klarinette und Cello in die Partitur geschrieben hat, steigen gefühlvoll auf zum Auditorium - und erfreuten besonders.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»[Michael Sturm und Stefan Rieckhoff] zeigen, dass diese Oper durchaus wirksam zu inszenieren ist. Spürbar nahe dran an der Musik, gestalten sie viele natürlich wirkende Bilder. [...] Das ganz große Plus der packenden Inszenierung sind die Akteure, die bis auf den Bass alle dem hauseigenen Ensemble entstammen. Vor allem das Liebespaar sticht hervor. Ihm glaubt man beides, seinen Charakter und auch das Alter. Die gertenschlanke Evmorfia Metaxaki [...] war eine anrührende Julia. Mit ihrer strahlkräftigen Stimme, auch für handfeste Auseinandersetzung mit Vater oder Tebaldo gewappnet, bewältigt sie alle Koloraturen lupenrein und ging der Gefühlswelt der jungen Julia dynamisch sehr sensibel nach. Und auch den Romeo der Wioletta Hebrowska kann man sich nicht besser vorstellen. Ihr gehaltvoller, warm timbrierter Mezzo spannte sich von klarer Höhe bis zu immer noch markanter Tiefe, obwohl Bellini der Sängerin da einiges abverlangt. Aber in expressiver Dynamik und stimmlicher Schattierung war ihre Leistung atemnehmend, zumal sie auch darstellerisch die Hosenrolle vergessen ließ. Wahrlich beglückend war, sie im Duett mit Julia zu erleben, da sich nicht nur beider Stimmen wunderbar ergänzten, sie auch im Gestalten zur Einheit wurden. Der Tenor Daniel Jenz als Tebaldo, auch in der schlanken Erscheinung ein optisch angemessener Rivale, überraschte mit erstaunlicher Wendigkeit im Ausdruck und Kraft bis zu den Spitzentönen. [...] Der Lorenzo war dem sicheren, lyrisch klingenden Hyungseok Lee anvertraut, einem Sänger aus dem Opernelitestudio. Der Chor hat eine große Partie zu bewältigen, stimmlich und spielerisch, zumal er in zwei Rollen auftreten muss. [...] Die Gesamtleitung hatte Andreas Wolf, Lübecks Erster Kapellmeister. Er hielt Orchester und Bühne gut zusammen. [...] Darsteller und Regie lieferten einen großen Opernabend, für den das Publikum mit langem und begeistertem Beifall dankte.«

(nmz)

 

 

 

»Chor und Extrachor des Theater Lübeck unter der Leitung von Jan-Michael Krüger vermögen in ihrer gesanglichen und darstellerischen Dynamik und Agilität, die Aggressivität und Verbissenheit der verfeindeten Lager mit viel Spielfreude über die Rampe zu bringen. Nicht genug hervorheben kann man das kongeniale Dirigat von Andreas Wolf, [...]. Das Orchester besticht durch eine präzise, vor allem aber allen Sängern sehr gerecht werdende, liebevolle Begleitung. Großer Applaus für alle Beteiligten, Bravorufe für die Protagonisten: Metaxaki als Giuletta und Valiguras als Capello, sowie auch für Jenz als Tebaldo. Immer wieder Bravos und tobender Applaus für die Hebrowska als Romeo. Auch das Leitungsteam Wolf, Sturm und Rieckhoff wird ausnahmslos gefeiert. Man kann dem Theater in Lübeck zu einer solch überzeugenden Leistung mit weitgehender Besetzung aus dem eigenen Ensemble nur gratulieren - diese Inszenierung darf man nicht verpassen.«

(Opernnetz)

 

 

 

»Wioletta Hebrowska [hat] ihren großen Auftritt. Wunderbarer Ansatz der Stimme, nie ein forcierter Ton und perfekt auf dem Atem singend - ein Glücksfall! Als Giulietta bezaubert Evmorfia Metaxaki mit ihrem Können. Lichte Brillanz des Soprans verbindet sich bestens mit Hebrowskas Stimme. [...] Der Chor wird von Jan-Michael Krüger erneut zu Bestform geführt. [...] das Publikum ist be- und verzaubert.«

(unser Lübeck)

 

 

 

»Vincenzo Bellinis Oper ›I Capuleti e i Montecchi‹ erlebte eine stürmische Premiere, in der vor allem Belcanto und Italianità der Protagonisten bestachen. [...] Wioletta Hebrowska spielt einen energiegeladenen Romeo. Vollkommen überzeugend wirkt sie in der jugendlichen Hosenrolle. Stimmlich durchmisst die Mezzosopranistin schwerelos alle Register ihrer weiten Skala, perfekt ausgeglichen, warm und strömend. Die Ornamente perlen, und die Lyrismen strahlen - atemberaubend. Das gilt ebenfalls für die Giulietta von Evmorfia Metaxaki, die als ›Femme fragile‹ hin- und hergerissen ist zwischen Gefühl und Konvention. [...] Die Duette der Sängerinnen im ersten Akt wie in den Finalszenen beider Akte entfalten sich mit bestechender Intensität, zumal die Timbres wunderbar harmonieren. Gebannt folgt man dem atmosphärischen Stimmglanz. Der Belcantotenor von Daniel Jenz als konkurrierender Heißsporn Tebaldo funkelt in der Höhe, schwerelos und kultiviert. [...] Ausgezeichnet wirken die kraftvollen Chorszenen, die Jan-Michael Krüger einstudiert hat. Dirigent Andreas Wolf stürmt mit den Philharmonikern temperamentvoll voran, frisch, spritzig. Schöne Solopartien hört man, etwa von Klarinette, Cello, Flöten. [...] Das Konzept des Regisseurs geht auf, zumal er dem artistischen Gesang Raum einräumt. [...] Die Aufführung lebt vor allem durch das Format der Sängerinnen und Sänger. Dort entfaltet sich eine spezifisch italienische Musiksphäre, die das Herz wärmt.«

(Lübeckische Blätter)