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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Konzertfreunde,

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Konzertfreunde,



Ryusuke Numajiri

 

einige meiner schönsten und intensivsten Konzerterlebnisse waren in meiner Jugend konzertante Opernaufführungen wie »Tristan und Isolde« unter Leonard Bernstein oder Wagners »Ring« an der Bayerischen Staatsoper im Gasteig. Die Möglichkeit, sich auch in der Oper einmal ganz der Musik hinzugeben, hat nicht nur mich, sondern das ganze Publikum zutiefst begeistert.

 

Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir im 6. Sinfoniekonzert in Kooperation mit dem Musiktheater eine konzertante Aufführung von Erich Wolfgang Korngolds klanglich überwältigender Oper »Das Wunder der Heliane« auf dem Programm haben. Alle Träume und Ängste des beginnenden 20. Jahrhunderts werden hier berauschend und vielfarbig schimmernd zu Klang und Geschichte. Für die Titelpartie konnten wir Cornelia Ptassek gewinnen, die uns alle hier schon als Grete in Franz Schrekers Oper »Der ferne Klang« begeistert hat.

 

in weiterer Höhepunkt der Saison wird die Zusammenarbeit mit der Hamburger Elbphilharmonie, wo wir am 29. November 2018 »Ein deutsches Requiem« von Brahms zur Aufführung bringen werden, nachdem wir Sie in der Hansestadt Lübeck zu diesem »Trost für die Lebenden« im 3. Sinfoniekonzert eingeladen haben.

 

Mit Zoltán Kodály, Béla Bartók und Leoš Janáček rücken Komponisten in den Blick, die sich im 20. Jahrhundert in Osteuropa immer wieder mit Krieg und neu gezogenen Grenzen konfrontiert sahen - von einer »europäischen Friedensordnung«, wie sie Willy Brandt 1969 in seiner Regierungserklärung in den Blick nehmen sollte, konnten sie allenfalls träumen. Wir freuen uns sehr, dass wir in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Lübeck im 7. Sinfoniekonzert Janáčeks gewaltige »Sinfonietta« (1926, zwischen zwei Kriegen entstanden) zur Aufführung bringen können. Darüber hinaus können wir uns in der kommenden Konzertsaison wieder auf großartige Solisten wie z. B. Arabella Steinbacher, Christiane Oelze oder Stefan Vladar freuen. Das klassisch-romantische Kernrepertoire findet sich in den Werken von Brahms, Beethoven und Bruckner wieder. Im 9. Sinfoniekonzert erfülle ich mir selber noch einen Herzenswunsch: Nach Liszts sinfonischer Dichtung »Orpheus« erklingt der vielleicht schönste und tiefsinnigste Liederzyklus überhaupt: die »Vier letzten Lieder« von Richard Strauss. Daran schließt sich, ebenfalls von Richard Strauss, sein »Heldenleben« an, das hier in Lübeck beinahe zwanzig Jahre nicht mehr auf dem Programm gestanden hat. Beide Werke von Strauss haben mich durch mein Leben begleitet und dazu bewegt, den Dirigentenberuf zu ergreifen.

 

Allzeit gute Wege - gute Zeiten allerorten mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck!

 

 

 

Ihr
Andreas Wolf
Kommissarischer Generalmusikdirektor