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Liebe Freundinnen und Freunde des Musiktheaters,

Liebe Freundinnen und Freunde des Musiktheaters,


verehrtes Publikum,

verehrtes Publikum,



Dr. Katharina Kost-Tolmein

 

so viele Nominierungen für exzellente Sänger, Kostüme, Chor, Regie und die Gesamtleistung des Hauses wie in den Jahreswürdigungen der großen Opern- und Theatermagazine zur Spielzeit 2015/16 durfte das erfolgsverwöhnte Theater Lübeck noch nie für sich verbuchen. Dazu wurde nur zwei Jahre nach Sandra Leupolds Auszeichnung mit dem Theaterpreis DER FAUST Jochen Biganzoli mit »Lady Macbeth von Mzensk« für diesen renommierten Preis nominiert. Verliehen wurde DER FAUST 2016 schließlich an den Regiegroßmeister Peter Konwitschny, der in der fraglichen Zeit ebenfalls am Theater Lübeck gearbeitet hatte. Und auch die jüngsten Produktionen mit ihrer großen Bandbreite verschiedener Stile riefen bislang ein starkes Echo hervor. Es gab also viel Anlass zur Freude in den letzten Monaten.

 

Dennoch fanden nicht all unsere Besucher an jedem Abend ihre Erwartungen erfüllt. Wahrscheinlich war unser Publikum in sich nie vielgestaltiger als heute. Ein Beispiel dafür ist die Neuinszenierung der »Tosca« durch Tilman Knabe: Manch einer sah seine Treue zu unserem Theater durch drastische Szenen auf eine harte Probe gestellt, andere äußerten begeistert, wenn Oper sich immer so packend und intelligent der Gegenwart stelle, wollten sie künftig öfter kommen. Ich hatte verschiedentlich Gelegenheit, verärgerte Besucher davon zu überzeugen, dass diese Arbeit in einem Stadttheater mit hohem künstlerischen Anspruch ihren Platz neben vielen anderen Inszenierungen haben darf und muss. Mit anderen war ich gar einig, dass der Produktion in hervorragender Weise eine szenische Übersetzung der Zumutungen des Werkes gelang, die uns beispielsweise in einer Art und Weise über die Entstehung von Gewalt erzählt, wie sie uns Fernsehnachrichten nicht zeigen. Im Herbst 2017 werden wir uns auf ein Werk konzentrieren, das die Frage der Prioritäten zwischen Kunst und Leben selbst zum Thema macht und dem erfolgreichen Team um Andreas Wolf, nun als Kommissarischem Generalmusikdirektor, und Jochen Biganzoli Gelegenheit zur Fortsetzung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit bei »Lady Macbeth von Mzensk« bieten wird: Franz Schrekers »Der ferne Klang«. Mit dem »Barbier von Sevilla« werden wir eine neue Comic-Oper herausbringen, nachdem »Die Reise nach Reims« dank der einfallsreichen Umsetzung von Pier Francesco Maestrini und Joshua Held in der Spielzeit 2016/17 zum Publikumsrenner wurde. Mit Salvatore Sciarrinos »Luci mie traditrici« (Die tödliche Blume) steht nach Jahren endlich wieder eine wirklich zeitgenössische Oper auf dem Programm; Regie führen wird Sandra Leupold. Tom Ryser wird seine überbordende Phantasie nach »The Fairy Queen« und »Mass« einer Neuinszenierung von »Die Zauberflöte« widmen. Mit Lionel Barts »Oliver!« führen wir die erfolgreiche Musicalarbeit der letzten Jahre diesmal mit einem Stück fort, das sich an alle Generationen wendet. Zum Ende der Spielzeit bieten wir Familien dazu die Uraufführung der Kinderoper »Drachenreiter« nach Cornelia Funke. Ich hoffe, Sie bei diesen und weiteren lohnenden Anlässen in unserem Theater zu sehen und stehe Ihnen wie immer gerne für Fragen, Kritik und Lob zur Verfügung!

 

 

 

Ihre
Dr. Katharina Kost-Tolmein
Operndirektorin