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Attila
»Du sollst das Universum haben,
doch Italien überlasse mir.«
Italien ist bedroht: Der Hunnenkönig Attila richtet auf seinen Eroberungszügen große Verwüstung an und steht bereits vor den Toren Roms. Der Krieg lässt soziale Ordnungen zerfallen. Die einen müssen fliehen, die anderen schließen sich der neuen Macht an. So wie Odabella, Tochter des von Attila erschlagenen Herrschers von Aquileja, die sich diplomatisch unterwirft, aber doch auf Rache sinnt. Abgesandte treten vor Attila, um mit ihm zu verhandeln, doch allein durch fatalistische Vorzeichen wird er aus der Ruhe gebracht: Sein Traum, dass ein alter Mann ihm den Weg zur Weltherrschaft versperrt, scheint sich in einer vom Papst angeführten Prozession zu bewahrheiten. Doch es kommt anders: Attila fällt, von Verschwörern umringt, durch sein eigenes Schwert. Der Gewaltmensch ist durch Gegengewalt bezwungen. Ein ewiger Kreislauf?

Zacharias Werner lieferte mit seiner romantischen Tragödie von 1808 die Vorlage für Giuseppe Verdis chorstarke und ensemblereiche Oper »Attila«, die 1846 in Venedig zur Uraufführung kam. Dass der Gründungsmythos der Lagunenstadt auch Teil der Handlung wurde, ist nicht nur dem Premierenpublikum geschuldet, sondern führt ins Zentrum der Oper Verdis: Territoriale Expansionskriege führen zu Heimatverlust, Flüchtlingsströmen und menschlichem Leid. Und die politisch Verantwortlichen gebärden sich nicht anders als Buben und Mädchen, die auf dem Schulhof Krieg spielen – doch mit katastrophalen Folgen …


Foto © Jochen Quast


Wiederaufnahme
28/10/16

Großes Haus
Dauer ca. 2 Stunden (eine Pause)

Musikalische Leitung Ryusuke Numajiri
Inszenierung Peter Konwitschny
Ausstattung Johannes Leiacker
Chor Jan-Michael Krüger
Kinderchor Gudrun Schröder
Dramaturgie Bettina Bartz