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A Quiet Place
»Ich mochte Beerdigungen nie,
aber, wie es heißt,
Tod stiftet Zusammengehörigkeit.«
An Dinahs Sarg versammeln sich Familienangehörige und Bekannte. Die Mutter einer amerikanischen Mittelschichtfamilie ist durch einen Autounfall ums Leben gekommen. Oder handelt es sich um Selbstmord? Ihr Witwer Sam, Tochter Dede und deren Mann François sowie Dinahs homosexueller Sohn Junior, den eine Affäre ausgerechnet mit seinem Schwager verbindet, werden mal düster, mal humorvoll und am Ende nicht ohne Hoffnung mit den Verstrickungen ihres Familienlebens konfrontiert.

Leonard Bernsteins Traum, eine amerikanische Oper als Gattung zu etablieren, ging nie in Erfüllung. Doch seine Bemühungen darum haben eine Reihe von Werken hervorgebracht, die neben den großen Broadway-Erfolgen, allen voran der »West Side Story«, eine ganz andere, nicht minder reizvolle Seite dieses großen Talents zeigen. Schon 1952 hatte er mit »Trouble in Tahiti« eine bissige Familiensatire rund um die Figuren der Dinah und ihres Ehemanns Sam vorgelegt, die als durchkomponierte Oper autobiografisches Material verarbeitete. »A Quiet Place« liefert die Fortsetzung der Geschichte, stilistisch schwergewichtiger und mit großem Orchester ausgestattet. Bei der Uraufführung 1983 überzeugte das Werk jedoch nicht. Bernstein versuchte, in einer zweiten Fassung »Trouble in Tahiti« als Rückblende in das Stück zu integrieren, doch auch in dieser Version hielt sich die neue Oper nicht im Repertoire. Angeregt von Kent Nagano schuf Garth Edwin Sunderland eine Kammerfassung, die den intimen Charakter der Handlung ideal zur Geltung bringt. Ihrer Uraufführung 2013 im Berliner Konzerthaus folgte eine erste konzertante Aufführungsserie unter der Leitung von Kent Nagano. In Lübeck zeigen wir mit der szenischen Aufführung von »A Quiet Place« nach Bernsteins »Mass« im Jahr 2017 erneut ein selten gespieltes Werk dieses großen Künstlers.


Foto © Olaf Malzahn


Premiere
08/03/19

Großes Haus
Die nächsten Termine
Fr
24/05/19
19.30 Uhr
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So
16/06/19
16.00 Uhr
Großes Haus

Sa
22/06/19
19.30 Uhr
Großes Haus

Dauer ca. 1 Stunden, 55 Minuten (eine Pause)

Musikalische Leitung Manfred Hermann Lehner
Inszenierung Effi Méndez
Bühne Stefan Heinrichs
Kostüme Ilona Holdorf-Schimanke
Chor Jan-Michael Krüger
Licht Falk Hampel
Dramaturgie Carsten Jenß