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Ball im Savoy
»Es gibt doch hunderttausend
Schampusflaschen
und soviel schöne Frau’n.
Man muss doch wissen,
wie die andern küssen,
um der eig’nen zu trau’n.«
Gerade aus den Flitterwochen zurück und schon hängt der Haussegen schief! Die junge Gattin glaubt, ihr Mann betrügt sie und legt sich mächtig ins Zeug, um dessen Eifersucht zu wecken. Schon ist die größte Konfusion im Gange – und das Verwirrspiel um Liebe, Täuschung und Seitensprünge nimmt seinen turbulenten Lauf. Die Hauptakteure sind neben dem jungvermählten Paar Aristide und Madeleine de Faublas eine argentinische Tänzerin namens Tangolita, Mustafa Bei, türkischer Gesandter und Aristides bester Freund, sowie der mysteriöse Jazzkomponist José Pasodoble, der in Wahrheit Daisy Darlington heißt und Madeleines Cousine ist. Schauplatz der Handlung ist Aristides luxuriöse Villa in Nizza und natürlich der prächtige Ballsaal im Savoy, wo sich die feierwütige, champagnerlaunige High Society allabendlich zusammenfindet. Getanzt wird natürlich auch, dafür lieferte der Komponist Paul Abraham eine Reihe an fetzigen Musiknummern, die alles vereinen, was in der Vergnügungshauptstadt Berlin in den 20er Jahren und Anfang der 30er Jahre angesagt war: Jazz und Blues, Tango, Fox, Paso Doble und sogar ein neuer, verrückter Modetanz namens »Känguru«. Die Revueoperette »Ball im Savoy« erlebte 1932 in Berlin ihre umjubelte Uraufführung. Das ausgelassene Lebensgefühl, der bissige Humor und die prickelnde Erotik kamen an – trotz oder gerade wegen der politischen Endzeitstimmung kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Paul Abraham, ungarischer Komponist jüdischer Abstammung, hatte zuvor mit »Viktoria und ihr Husar« und »Blume von Hawaii« zwei Welterfolge gelandet, »Ball im Savoy« sollte jedoch sein letzter großer Triumph sein. Er emigrierte in die USA, und seine Werke verschwanden für viele Jahre von den Spielplänen.


Foto © Kerstin Schomburg


Premiere
01/09/18

Großes Haus
Die nächsten Termine
Mo
31/12/18
15.30 Uhr
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Mo
31/12/18
19.30 Uhr
Großes Haus

So
20/01/19
18.00 Uhr
Großes Haus

Dauer ca. 2 Stunden, 30 Minuten (eine Pause)

Musikalische Leitung Adrian Pavlov
Inszenierung Michael Wallner
Bühne Heinz Hauser
Kostüme Tanja Liebermann, Yvonne Forster
Choreographie Andrea Danae Kingston
Chor Jan-Michael Krüger
Dramaturgie Doris Fischer