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Otello
»Du hältst im Kerker deiner Seele
irgendein Ungeheuer.«
Otello hat sich seinen Platz in der Gesellschaft hart erkämpfen müssen. Durch seine Verdienste hat er es zu Amt und Würden gebracht, aber in den Augen der meisten bleibt er trotzdem ein Außenseiter. Nur seine Frau Desdemona hat Mitleid wegen allem, was er durchgemacht hat, und liebt ihn ohne jeden Vorbehalt. Das Glück dieser absoluten Liebe ist für Otello kaum zu fassen, doch letztlich zerbricht es an seinem tief verwurzelten Misstrauen und dem Neid seiner Umgebung: Jago, der Otello vernichten will, schürt dessen Argwohn und überzeugt ihn davon, dass Desdemona ein Verhältnis mit dem jungen, aufstrebenden Cassio hat. Rasend vor Eifersucht bringt Otello seine Frau um. Als Jagos Intrige aufgedeckt wird und Otello seinen Irrtum erkennt, bleibt ihm in seiner Verzweiflung nur noch Selbstmord.

Eigentlich hatte Verdi sich nach »Aida« zur Ruhe setzen wollen, doch Arrigo Boito gab ihm seinen Entwurf zu einem Libretto nach Shakespeares »Othello« zu lesen und drängte den Maestro immer wieder, sich des Stoffes anzunehmen. Shakespeares Tragödie schrie geradezu nach einer Vertonung: Das emotionsgeladene Stück hatte eine derart erschütternde Wirkung, dass bei Aufführungen im 18. Jahrhundert, etwa bei dem großen Schauspieler und Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder, die Männer im Publikum in Ohnmacht fielen und schwangere Frauen niederkamen – weshalb Schröder in Hamburg den Schluss bewusst abänderte. Boito, ebenso wie Verdi fasziniert von den Abgründen der menschlichen Seele, die sich bei Shakespeare auftun, schuf ein dramatisch wie psychologisch so vollendetes Libretto, dass Verdi nicht widerstehen konnte. Insbesondere die Gestalt des nihilistischen Jago zog ihn an, weshalb er zwischenzeitlich sogar mit dem Gedanken spielte, die Oper »Jago« zu nennen. 1887 war es so weit: Nach sechzehnjähriger Schaffenspause trat Verdi wieder an die Öffentlichkeit und schrieb mit diesem Drama über Vertrauen, Hass und zerstörerische Liebe eines der ergreifendsten Werke der Opernliteratur.

Premiere
01/06/18

Großes Haus
Die nächsten Termine
Fr
01/06/18
19.30 Uhr
Großes Haus

Fr
08/06/18
19.30 Uhr
Großes Haus

So
17/06/18
18.00 Uhr
Großes Haus

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Bernd Reiner Krieger
Bühne Momme Röhrbein
Kostüme Angelika Rieck
Chor Jan-Michael Krüger
Dramaturgie Dr. Fedora Wesseler